Arbeiten mit Pmax und Nzul
PMAX berechnet
1. den
maximal zulässigen Druck für Druckbehälterbauteile.
PMAX führt diese Berechnung für jedes Bauteil in einem angelegten Projekt
durch. Die Berechnung erschöpft sich dabei nicht in einer einfachen
Druckberechnung, es werden vielmehr auch sämtliche Randbedingungen für dieses
Bauteil überprüft.
Randbedingungen wie die Berechnung des max. zulässigen Betriebsdrucks,
Prüfdrucks und Referenz-drucks für AD S1 sind hinterlegt. Zudem besteht die
Möglichkeit, die Randbedingungen selbst zu setzen z.B. für Druckstoß und
Explosionswellen Berechnungen.
2. die Anzahl
der max. zulässigen Lastwechsel nach AD S1.
Die Schweißnahtfaktoren werden vom Programm vorgeschlagen und können jederzeit
den Gegebenheiten angepasst werden.
Das Modul PMAX kann als Zusatz zu AD 2000 / TRD / WRC / 1591 und 25V genutzt werden.
Für die Lastzyklenberechnung ist eine gültige Lizenz des AD Moduls S1 notwendig.
Das Modul Pmax kann zu jedem beliebigen AD Projekt geladen werden


PMAX kann die Berechnung mit unterschiedlichen
Randbedingungen durchführen.
So können die Zuschläge c1 und c2, der Sicherheitsbeiwert S oder die
Berechnungstemperatur T für die Ermittlung des zulässigen Berechnungsdrucks neu
definiert werden. Erfolgt kein Eintrag in den entsprechenden Feldern, so wird
die Berechnung mit den Originalwerten des Projektes durchgeführt. Die so
gesetzten Randbedingungen gelten global für das ganze Projekt.
Vorbelegt sind die Einstellungen zur Berechnung des
1. Maximalen Prüfdrucks
2. Maximalen Betriebsdrucks
3. Referenzdrücke für AD S1

Hier wird z.B. eine Berechnung durchgeführt,
· bei der für das Bauteil keine Zuschläge für Korrosion und Wanddickenunterschreitung berücksichtigt werden (c1 = 0 mm und c2 = 0 mm),
· bei der die Berechnungstemperatur 20 °C beträgt
· ein Sicherheitsbeiwert von 1 zur Geltung kommt.
Die globalen Randbedingungen werden mit dem Schalter „Globale Werte übernehmen“ übernommen. Eine Berechnung des maximal zulässigen Drucks erfolgt nach Betätigen des Schalters "Berechnen".
Die lokalen Randbedingungen können für jedes Bauteil individuell abgeändert werden.
Hierzu können Sie in den entsprechenden Feldern die lokalen Randbedingungen setzen. Werden keine Angaben gemacht, so gelten die globalen Randbedingungen.

Im gezeigten Beispiel wird der Korossionszuschlag nach AD B6 auf 1 mm gesetzt (c1= 1)
Wählen Sie im Menü "Extra" "Berechnen” oder klicken Sie auf die Schaltfläche “Berechnen”.
Die Berechnung kann einige Minuten in Anspruch nehmen.
Den Fortgang der Berechnung kann durch die Ergebniseinträge in der Tabelle ersehen werden.

Voraussetzung einer Berechnung mit dem Modul Nzul ist eine Pmax Berechnung mit S1 Lastwechsel-bedingungen.

Starten Sie dann das Modul Nzul über Neues Modul in der Projektübersicht


Verbinden Sie das Modul Pmax und das neue Modul Nzul per Drag&Drop:

Die von Pmax ermittelten maximal zulässigen Drücke wurden an das Modul Nzul übergeben.
Die Lastwechsel definieren Sie mit max. und min. Druck, sowie max. und min. Temperatur in den entsprechenden Eingabefeldern. Wählen Sie im Menü "Extra" "Berechnen” oder klicken Sie auf die Schaltfläche “Berechnen” zur Ermittlung der zulässigen Lastwechsel.

Hinweis:
Die Schweißnaht- und Spannungsfaktoren sind mit dem jeweils schlechtesten Wert nach AD S1 vorbelegt. Sollten Ihre Schweißnähte einer höheren Nahtklasse angehören, so können Sie den Nahtfaktor ggf. die Spannungsfaktoren in den entsprechenden Feldern abändern.
Soll ein Bauteil aus der Berechnung ausgeschlossen werden, so markieren Sie dieses in der letzten Spalte der entsprechenden Maske (Nzul und Pmax) mit einer Zahl ungleich Null. Wenn Sie die Position mit ‚2’ markieren, wird dieses Bauteil ausgeblendet.

Berechnungen von einzelnen Bauteilen können direkt aus NZUL heraus angezeigt werden.
Zur Anzeige einer Bauteilberechnung wählen Sie die Option “Detailberechnung anzeigen”.
Diese Option aktiviert das Modul S1 mit der entsprechenden
Bauteilberechnung. Durch Schließen dieser
Programminstanz kommen Sie wieder zurück zur Nzul Berechnung.
