Vorgehensweise
Folgende Bauarten werden empfohlen:
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Betriebsfall |
Eintritt |
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Alle Abscheider mit einem Demister |
Schlitz oder Lochverteiler |
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Wenn in der Zuführungsleitung Blasenströmung vorliegt |
Schlitz oder Lochverteiler. (Ein liegender Abscheider wird für diese Strömungsform empfohlen)
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Wenn Schwallströmung vorliegt |
Schlitz / Lochverteiler oder tangentialer Eintritt mit Ringkammer
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Wenn ein hoher Abscheidegrad gewünscht ist und kein Demister verwendet werden kann
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Tangentialer Eintritt mit Ringkammer
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Alle anderen Fälle |
Randstutzen oder 90° Eintrittsrohr |
Das Programm bietet die Möglichkeiten, zwischen den verschiedenen Typen zu wählen und damit den kostengünstigsten Abscheider zu entwerfen. Dabei werden alle vom Benutzer getroffenen Vorgaben eingehalten und die auf den verwendeten empirischen Gleichungen beruhenden Daten berücksichtigt.
Wichtig !
Die dem Programm zu Grunde liegenden Korrelationen beziehen sich nicht auf kleine Baugrößen, da die verwendeten Mindestmaße zu unproportionalen Abscheidern führen können. Der Durchmesser sollte 500 mm nicht unterschreiten.
Regel:
Der kleinste Abscheider wird der mit einem Demister und Verteiler sein, allerdings nicht immer der kostengünstigste.
Die wichtigste Größe neben der Wahl des Eintrittes ist der Behälterdurchmesser. Physikalisch wird er durch den abzuscheidenden Grenztropfen ohne Demister oder durch den Demister festgelegt.
Der Behälterdurchmesser kann über die Vorgabe eines veränderten Grenztropfens (Aktueller Tropfen) vergrößert oder verkleinert werden. Der Grenztropfen, der zur kritischen Geschwindigkeit gehört, wird angezeigt. Gleiches kann erreicht werden, indem die aktuelle Geschwindigkeit verändert wird, wodurch sich auch der aktuelle Grenztropfen ändert. Ist kein Demister vorgesehen, ist die Entscheidung über den Grenztropfen vom Anwender zu treffen.
Mit den besonderen Möglichkeiten des ATLAS-Systems (siehe Handbuch) können Parameterstudien durchgeführt werden, die dem Anwender ein Gefühl für den Einfluss der verschiedenen Daten auf seinen Abscheider geben.
Zur Auslegung eines Abscheiders muss der Verteilertyp festgelegt und entschieden werden, ob mit oder ohne Gestrick abgeschieden werden soll. Verteilertyp und Gestrickauswahl können jederzeit geändert werden.
Aus den Stoffwerten der Flüssigkeit und des Gases ergibt sich im Abscheider eine kritische Geschwindigkeit, die nicht überschritten werden sollte, um den sich daraus ergebenden Grenztropfen noch abscheiden zu können
Wird ein Abscheider mit Gestrick verwendet, so kann die kritische Geschwindigkeit um den Faktor vmax erhöht werden, da das Gestrick einen höheren Abscheidegrad bewirkt.
Der Abstand x ist die mindestens erforderliche Distanz zwischen Verteileraustritt und Flüssigkeitsoberfläche, um Flüssigkeitsaustrag von dieser zu vermeiden.
Der Abstand h1 ist die minimale Distanz zwischen dem Flüssigkeitsaustritt und dem LowLiquidLevel (LLL) des Flüssigkeitsspiegels.
Die Höhen h2 und h3 ergeben sich aus den vorgegebenen Verzweilzeiten zwischen dem LowLiquidLevel (LLL) und dem HighLiquidLevel( HLL) bzw. dem HighLiquidLevel und dem EmergencyLiquidLevel (ELL).
Der Abstand h4 ergibt sich aus dem Verteilertyp und der Austrittsgeschwindigkeit aus dem Verteiler, um keinen Flüssigkeitsaustrag von der Flüssigkeitsoberfläche zuzulassen.
Die Höhen h3 und h4 ergeben den Abstand x.
Der Abstand h5, bei einem Abscheider ohne Gestrick, von Gaseintritt zum Gasaustritt ist mit 0.7*Behälterdurchmesser D festgelegt.
Der Abstand h6 zwischen Gaseintritt und Gestrick beträgt 0.7*Behälterdurchmesser D.
Die Höhe h7 bezeichnet den Abstand zwischen dem Gestrick und dem Gasaustritt.
Bei der Benutzung eines Schlitz- oder Lochverteilers wird überprüft, ob der vorgesehene Verteiler aufgrund seiner Geometrie überhaupt in den Abscheider passt. Ist er zu groß, so erscheint eine Fehlermeldung.
Beim tangentialen Ringstutzen ist die Geschwindigkeit im Eintrittsrohr auf 67 m/s begrenzt.