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Fachübersicht

Das Modul W-CAD erstellt aus den Berechnungsdaten des Wärmetauscher-Auslegungsmoduls WTS eine maßstäbliche Zeichnung des Rohrbündelwärmeübertragers und legt sie als DXF-Datei ab. Die Zeichnung folgt der TEMA-Typbezeichnung des Apparates (Frontkopf, Mantel, Endkopf) und stellt Mantel, Rohrbündel, Rohrböden, Ein- und Austrittsstutzen sowie die Flanschverbindungen dimensionsgerecht dar.

Hinterlegte DIN-Flanschkataloge sorgen dafür, dass Flanschanschlussnennweiten, Druckstufen und Flanschtypen der Stutzen mit ihren tatsächlichen Katalogabmessungen gezeichnet werden — die Darstellung ist damit nicht nur schematisch, sondern maßlich belastbar. Betriebsdaten wie Eintritts- und Austrittstemperaturen, Eintrittsdrücke, Berechnungstemperatur und Berechnungsdruck beider Seiten begleiten die Geometrie und dokumentieren den Auslegungszustand des Apparates.

In der Praxis schließt W-CAD die Lücke zwischen thermischer Auslegung und Konstruktion: Die DXF-Ausgabe kann direkt in CAD-Systeme übernommen und dort zur Aufstellungsplanung, Anfragezeichnung oder als Grundlage der Fertigungszeichnung weiterbearbeitet werden — ohne dass die Hauptabmessungen manuell aus dem Berechnungsprotokoll abgetragen werden müssen.

Allgemein

Anwendungsbereich

  • CAD Programm für Rohrbündelwärmeübertrager

Typischer Arbeitsablauf

  1. Berechnungsdaten aus WTS übernehmen

    Die geometrischen und thermischen Ergebnisse der Wärmetauscherauslegung — Innendurchmesser, Rohrbündeldaten, Temperaturen und Drücke beider Seiten — werden aus dem Modul WTS in das Zeichnungsmodul übernommen.

  2. Bauform über den TEMA-Typ festlegen

    Die dreistellige TEMA-Bezeichnung für Frontkopf, Mantel und Endkopf (z. B. BEM, BEU, AES) bestimmt die dargestellte Bauform: Festrohrboden, U-Rohr-Bündel oder Schwimmkopf mit den zugehörigen Kopf- und Deckelvarianten.

  3. Stutzen und Flansche zuordnen

    Für Ein- und Austrittsstutzen beider Seiten werden Flanschanschlussnennweite, Druckstufe und Flanschtyp gewählt; die Abmessungen werden aus den hinterlegten DIN-Flanschkatalogen übernommen, Stutzenwanddicke und Außendurchmesser ergänzen die Anschlussgeometrie.

  4. Maßstäbliche Zeichnung generieren

    Das Programm setzt Mantel, Bündel, Rohrböden, Köpfe und Stutzen zu einer maßstäblichen Apparatezeichnung zusammen und beschriftet die maßgebenden Abmessungen und Auslegungsdaten.

  5. DXF-Export

    Die Zeichnung wird als DXF-Datei gespeichert und kann in jedem gängigen CAD-System geöffnet, ergänzt und in die Anlagen- oder Fertigungsplanung übernommen werden.

Häufige Fragen

Ersetzt die W-CAD-Zeichnung die Fertigungszeichnung des Apparatebauers?

Nein. W-CAD liefert eine maßstäbliche Entwurfs- und Dokumentationszeichnung auf Basis der Auslegungsdaten — ideal für Anfragen, Angebote, Aufstellungsplanung und die Kommunikation zwischen Verfahrens- und Apparatetechnik. Fertigungsdetails wie Schweißnahtvorbereitungen, Toleranzen, Auflagerdetails und Prüfvermerke ergänzt der Apparatebauer in seiner eigenen Konstruktion; die DXF-Datei dient dafür als geometrisch verlässliche Grundlage.

Was bedeutet die TEMA-Typbezeichnung aus drei Buchstaben?

Die TEMA-Norm kennzeichnet Rohrbündelwärmeübertrager mit drei Buchstaben für Frontkopf, Mantelbauart und Endkopf. Ein BEM hat beispielsweise einen geschraubten Frontkopf mit Deckel (B), einen Einweg-Mantel (E) und einen fest eingeschweißten Rohrboden (M); ein BEU besitzt ein U-Rohr-Bündel. Die Bezeichnung legt damit auch fest, ob das Bündel ziehbar ist und wie Wärmedehnungen zwischen Mantel und Rohren aufgenommen werden.

Woher stammen die dargestellten Flanschabmessungen?

Im Modul sind DIN-Flanschkataloge hinterlegt. Aus Flanschanschlussnennweite, Druckstufe und Flanschtyp werden die realen Katalogabmessungen (Blattdurchmesser, Blattdicke, Lochkreis) entnommen und maßgerecht gezeichnet. Damit stimmen die Anschlussmaße der Zeichnung mit den später verbauten Normflanschen überein — wichtig für die Rohrleitungsplanung.

Technische Inhaltsbasis: LV-Solved-Problems-Content 628d313247e7