Festigkeitsberechnungen mit einem Modul
Die Grundfunktionen und die grafische Oberfläche der Module aus dem Bereich Festigkeit sind konform. Starten Sie das Festigkeitsprogramm und wählen Sie aus dem Menü Atlas die Option Kapitel. In der Auswahlmaske wählen Sie das Modul EN07. Bestätigen Sie im anschließenden Fenster die Bauform „7.4.2 Zylinderschale“.

Beim ersten Programmstart des Festigkeitsprogramms werden Sie aufgefordert, Ihre Werkstoff-Liefernormen zu spezifizieren.

Wenn Sie im Festigkeitsprogramm dann ein Berechnungsmodul auswählen, wird automatisch das Modul PROJECT (Projekt) mitgestartet. Hier sind die Liefernormen bereits eingetragen, können aber für jedes Projekt individuell angepasst werden.
Im Modul PROJECT geben Sie jetzt noch die zu verwendende Berechnungsvorschrift an und nach welcher Norm die Werkstoffdefinition erfolgen soll.
z. B. Berechnung nach EN 14025, aber Werkstoffe nach EN 13445-3

Geben Sie zunächst das Regelwerk durch Auswahl in der ComboBox an. In unserem Fall EN 14025. In die Eingabemaske geben Sie die Auslegungs- und Werkstoffdaten ein. Die Eingabewerte sind hier in normaler Schrift und die vom Programm berechneten Werte blau dargestellt.

Tragen Sie im Werkstoffeingabefeld der Eingabemaske die Werkstoffnummer 1.0345 ein:

Selektieren Sie durch Doppelklick aus dem Listenfeld das Blech nach Liefernorm EN 10028-2:2009 ohne Regelwerk –(bei EN 13445 ist kein zusätzliches Regelwerk wie AD etc. erforderlich):

Die Festigkeitskennwerte sehen Sie im unteren Bereich unter Ergebnisse. Wählen Sie den gewünschten Werkstoff mit Doppelklick aus.
Nach Abschluss der Werkstoffauswahl gelangen Sie wieder zum Berechnungsblatt. Die Werkstoffdaten wurden ins Berechnungsblatt übernommen.
Über den Tab Dokumentation erhalten Sie eine ausführliche Werkstoffdokumentation mit den Werkstoffkenngrößen und Kommentaren aus den entsprechenden Normen und Regelwerken.

Durch Anklicken der Schaltfläche OK wird wieder die Berechnungsmaske angezeigt. Die Werkstoffdaten werden ins Berechnungsblatt übernommen.
Geben Sie die restlichen Daten für die Berechnung ein. Für jeden Eingabewert werden mögliche Berechnungen sofort ausgeführt z.B. wird nach Eingabe des Materials sofort die Berechnungswanddicke ea berechnet (s. Abbildung unten).

Wird ein Feld nicht berechnet, fehlen notwendige
Eingabewerte. Sie können feststellen, welche Werte fehlen, indem Sie das
entsprechende Eingabefeld mit der rechten Maustaste anklicken und im
Kontextmenu
Variable fragen anklicken.
Alternativ können Sie ein Fragezeichen (?) in das Variablenfeld der abzufragenden Variablen eingeben. Alle mathematisch abhängigen Variablen werden blau hervorgehoben. Für die erforderliche Wanddicke e erscheint folgendes Fenster:

Bei diesem Beispiel fehlt noch der Schweißnahtfaktor, um alle fehlenden Werte zu ermitteln.
|
Welche Variablen untereinander in einer Alle abhängigen Variablen werden farbig hervorgehoben. Türkis: Einflussvariablen Orange: Abhängige Variablen Gelb: Zu untersuchende Variable |
|

Das Programm bietet auch die Möglichkeit, Ergebniswerte vorzugeben und Eingabewerte zurückzurechnen.
Man kann z.B. einen zulässigen Maximaldruck Pmax = 2 MPa = 20 bar in das entsprechende Eingabefeld eingeben, um die dafür erforderliche ausgeführte Wanddicke en mit Zuschlägen zu berechnen.
Nach Eingabe von Pmax = 2 MPa erscheint eine Liste mit abhängigen Variablen, wobei die ausgeführte Wanddicke freigemacht werden kann.

Der ursprüngliche Eingabewert für die ausgeführte Wanddicke en wird mit dem errechneten Wert überschrieben.

Unter der Option Atlas / Parameterstudie kann die Auswirkung einer bzw. zweier Größen auf eine dritte Größe ermittelt werden.
Siehe ATLAS Handbuch "Parameterstudie".
