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Zusammenfassung von EN 12952-3, Abschnitt 8

8.1.1 Verschwächungsbeiwert

Die Verschwächung des Grundkörpers kann a) durch eine vergrößerte Wanddicke des Grundkörper oder b) einen dickwandigen Abzweig ausgeglichen werden

a.     Vergrößerte Wanddicke des Grundkörpers mindestens bis zu einerl Länge lrs.

b.     Vergrößerte Wanddicke Abzweig mindestens auf einer Länge lb1, Bedingungen für erb/ers:

dib

dib/dis

erb/ers

<50mm

 

<2

>50mm

<0.2

<2

>0.2

<1

c.     Verdickung im Ausschnittsbereich (Schmieden, Spanen)

d.     Scheibenförmige Verstärkungen

Symbole:

Dib 

Innendurchmesser des Abzweigs

Dis 

Innendurchmesser der Schale

Erb 

Anrechenbare Wandstärke des Abzweigs

Ers 

Anrechenbare Wandstärke der Schale

8.2.2 Einzelausschnitte (Bauform 1)

Bei den verschiedenen Ausschnitten können d und h1 so eingesetzt werden, dass der äquivalente Durchmesser den vorgeschriebenen Werten in der DIN-Norm entspricht, s. auch Fig.2 bis Fig. 6.

Fig. 2: Einzelausschnitt mit d1=d=Ausschnittdurchmesser (Bild 8.2-1 Euronorm)

Fig. 3: Aufgesetztes Rohr (d1=Rohraussendurchmesser)

Fig. 4: Eingewalztes Rohr nur dichtgeschweißt

Fig. 5: Eingewalztes Rohr mit abgesetzter Bohrung

Fig. 6: Teilweise durchgehende Bohrung (d=0)

8.2.3 Benachbarte Ausschnitte (Bauform 1)

Benachbarte Ausschnitte (ohne tragende Abzweige) können als Einzelabzweige ausgelegt werden, falls der Abstand PΦ größer ist als die theoretische mittragende Länge (Bedingung 8.1-4). Andernfalls ergibt sich der gemeinsame Verschwächungsbeiwert nach νm Gleichung (8.2-12).

8.3.3.2 Senkrechter Einzelabzweig (Bauform 2)

Abschnitt 8.3 der Euronorm berücksichtigt auch die Tragwirkung der Abzweige. Die Berechnung ist in Bauform 2 enthalten mit fünf Varianten nach Fig. 7. 

Fig. 7: Ausführungen des senkrechten Abzweigs von Bauform 2.

1. Durchgestecktes und durchgeschweißtes Rohr;   2. Angeschweißter Abzweig;   3. Angeschweißter Abzweig an ausgehalstem Grundkörper;   4. Konische Übergänge und Ausrundungen        5. Abzweig aus dem Vollen.

Die Detailbilder zu den einzelnen Ausführungen sind in den Figuren 8 bis 12 zusammengestellt. Es folgen die Gleichungen (8.3-4) und (8.3-5), mit fsred=Min(1, fb/fs,), z. B. in der Schreibweise für den Nenner (8.3-4):

In dieser Form stimmt (8.3-4) mit (8.3-2) überein.

Fig.8: durchgestecktes und durchgeschweißtes Rohr

Fig.9: Aufgeschweißter Abzweig

Fig. 10: Angeschweißter Abzweig an ausgehalstem Grundkörper

Fig. 11: Konische Übergänge und Ausrundungen

Fig. 12: Abzweig aus dem Vollen

8.3.3.3 Einzelausschnitte mit schrägem Abzweig und Verstärkung (Bauform 3)

Die Festigkeitsbedingung für die berechnete Umfangsspannung fa links und rechts des Ausschnitts und die Längsspannung fab lautet

                  

Die Variablen fs  bzw. fb kennzeichnen die zulässigen Spannungen in der Schale bzw.  im Stutzen.

Fig.13: Einzelausschnitt mit schrägem Abzweig und Verstärkung (Bauform 3)


8.3.3.5 Nicht radial angeordneter Abzweig (Bauform 4)

Fig.14: Beanspruchungsschema für zylindrischen Mantel mit nicht radial angeordnetem Abzweig

Es gilt die Festigkeitsbedingung (8.3-2), mit den Flächen nach Fig. 14. Bei Bauform 4 können ein oder zwei nichtradial angeordnete Abzweige vorgegeben werden. Falls ein Einzelabzweig berechnet wird, werden Eingabewerte für Abzweig II nicht berücksichtigt. Verschiedene Zusatzvariablen für die Berechnung sind in Fig. 19 dargestellt.

8.3.3.6 Y-förmige Abzweige (Bauform 5)

Fig.15: Beanspruchungsschema für Y-förmigen Abzweig

Es gilt die Festigkeitsbedinung (8.3-10)

8.3.3.7 Zylindrische Mäntel als geschmiedete Formstücke (Bauform 6)

Für diese Art von Formstücken gilt Gl. (8.3-10) für Bauform 5 mit y=1.

Fig.16: Geschmiedete und gebohrte Formstücke

8.3.4 Benachbarte Ausschnitte und Abzweige (Bauform 7)

Fig.17: Beanspruchungsschema für zylindrischen Mantel  mit benachbarten Abzweigen, angeordnet unter einem
        Winkel  f zur Mantelachse

Fig.18:  Beanspruchungsschema für zylindrischen Mantel mit nicht radialen Abzweigen, angeordnet auf dem Umfang;
        ψ1>45°, ψ2 > 45.

Die Umfangsspannung faφ links und rechts des Ausschnitts und der Verschwächungsbeiwert νm lauten: