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Bedienung

Start von COIL

Starten Sie das Programm unter

"Programme" / "Rohrwendel" / „Rohrschlangen-Wärmeübertrager“

Menü ’Pfade’

In diesem Menü können bei einer Netzwerkinstallation die Pfade für COIL-Grunddaten (Rohre, Teilungen, Mäntel), die Rohrspiegelbibliothek sowie die Daten für das Stoffwertmodul „STAB“ festgelegt werden.

Auswahl der Grunddaten

Nach dem Programmstart erscheint die Auswahlform „Auswahl der Grunddaten“. 

Diese Form ermöglicht die Auswahl des Wärmeübertrager-Typs, der Medien sowie die Vorgabe von Werksnormen oder Baureihengrößen. 

Das Programm COIL ist so konzipiert, dass mit wenigen Mausklicken der Typ und der Grund-Aufbau des Wärmeübertragers sowie das rohr- und mantelseitige Medium ausgewählt werden können.


Bezeichnung

Inhalt

Eintrag
(Beispiel)

Bedeutung

Rohrabmessungen

Liste der vom Hersteller verwendeten Rohre

25 x 2 W-MA 12

Wendel­durchmesser 125

Rohraußendurchmesser

Wanddicke

Wendel-Mantelabstand

Wendelradius

Wendeldurchmesser

25 mm

2 mm

12 mm

125 mm

250 mm

Wendelsteigung DH

Wendelsteigung

Abstand der Windungen  W

Anzahl der Rohre

32

32

1

Wendelsteigung

Anstand der Windungen

Anzahl der Rohre in der Wendel

32 mm

32 mm

    1

Mantelabmessungen

Liste, der vom Hersteller verwendeten Mäntel

114.3 x 3.6

Mantelaußendurchmesser

Wanddicke

114.3 mm

3.6 mm

Wendeltyp

Ausführung des Verdrängungskörpers

Wendel mit Zylinder

Wendel ohne Zylinder

 

 

 

Medium rohrseitig

Stoffwertmodule

Wasser

 

 

Medium mantelseitig

Stoffwertmodule

Wasser

 

 

Auswahl des Wärmeübertrager-Typs

Wählen Sie hier den zu berechnenden Wärmetauscher-Typ.

·         Berechnung von Rohrschlangen-Wärmeübertragern

·         Berechnung von gewendelten Doppelrohr-Apparaten (Koaxial-Wärmeübertragern)

Siehe auch: Was kann das Programm?

Rohrabmessungen

Rohrwendel

Unter Rohrabmessungen sind verschiedene Standardrohre entsprechend den DIN-Normen vorgegeben.

Die Angaben 25 x 2 W-Ma 12 Wendeldurchmesser 250 bedeuten:

·         Rohraußendurchmesser 25 mm

·         Wanddicke 2 mm

·         Mindestabstand zwischen Wendel und Mantel sowie zwischen Wendel und Zylinder 12 mm
(Dieser Abstand wird bei der Berechnung nicht unterschritten. Diese Werte können während der Berechnung noch vom Anwender auf der COIL-Eingabemaske nachträglich geändert werden.)

·         Wendeldurchmesser 250 mm (Dieser Wert dient zur Festlegung eines im Programm gespeicherten Standardmantels. Unter Einhaltung der Mindestabstände zwischen Wendel und Mantel sowie zwischen Wendel und Zylinder wird der Wendeldurchmesser neu berechnet.)


Doppelrohrwendel

Unter Rohrabmessungen sind verschiedene Standardrohre entsprechend den DIN-Normen vorgegeben.

Die Angaben 20 X .75 / 12 X 1 / DW 220 bedeuten:

Außenrohr:

·          Rohraußendurchmesser 20 mm

·          Wanddicke 0,75 mm

Innenrohr:

·          Rohraußendurchmesser 12 mm

·          Wanddicke 1 mm

Wendeldurchmesser DW 220 mm

Die Wendelsteigung DH kann frei eingegeben werden. Sie darf den Wert des Außendurchmessers des Außenrohres nicht unterschreiten

Wendelsteigung, Abstand der Windungen und Wendellänge

Mit COIL können Rohrwendel berechnet werden, die aus maximal 5 parallel durchströmten Rohren bestehen.

Die Angabe der Wendelsteigung bezieht sich auf ein Rohr. Der Abstand der Windungen ist der Mittelpunktabstand zweier benachbarter Windungen in der Wendel. Besteht die Wendel nur aus einem Rohr, ist der Abstand der Windungen gleich der Wendelsteigung. Besteht die Wendel aus nR Rohren (nR £ 5), besteht folgender Zusammenhang zwischen der Wendelsteigung h und dem Abstand der Windungen w: 

h = nR · w

Die Wendellänge lc ergibt aus der Anzahl der Windungen N, der Anzahl der Rohre nR, der Wendelsteigung h und dem Abstand der Windungen w

lc = N · h + (nR-1) · w

Die Anzahl der Rohre kann nachträglich auf der Maske geändert werden.


Rohrmaterial

Hier werden Rohrmaterial und dessen Wärmeleitfähigkeit ausgewählt. Die Einheit der Wärmleitfähigkeit ist [W/(m·K)].

Um ein neues Rohrmaterial und seine Wärmeleitfähigkeit zu speichern, tragen Sie in die Textfelder „Rohrmaterial“ und „Wärmleitfähigkeit“ die Daten ein und drücken den Button „Speichern“.

Mantelabmessungen

Unter Mantelabmessungen ist eine Vielzahl von Mänteln hinterlegt, entsprechend den Angaben in den DIN-Normen für nahtlose und geschweißte Rohre.

Es bedeuten: 114.3 x 3.6

·        Mantelaußendurchmesser 114.3 mm

·        Wanddicke 3.6 mm

Haben Sie für den Manteldurchmesser "Freie Eingabe / Auslegen" gewählt, wählt das Programm während der Berechnung des Wärmeübertragers selbständig einen Mantel aus der Liste von Mänteln aus.

Wendeltyp

Mit dem Wendeltyp legen Sie die Bauform des Rohrschlangenwärmeübertragers fest  d.h. auf welche Art die Strömung um die Rohrwendel geführt wird.  Folgende Bauformen können mit COIL berechnet werden.

·       Wendel mit Verdrängungszylinder

·       Wendel ohne Verdrängungszylinder

Auswahl der Medien

Das rohr- und mantelseitige Medium wird durch Öffnen der Pull-Down Menüs und Anklicken der gewünschten Stoffe gewählt. Der Phasenzustand der Medien "flüssig oder gasförmig", der für die Berechnung des Wärmeübergangs von Bedeutung ist, wird automatisch gesetzt. Nur bei der Wahl von "Freier Eingabe", "Proper" und "STAB" (vom Anwender erstellte Stoffwerttabellen) muss der Phasenzustand vom Anwender angegeben werden.

Das COIL-Grundpaket kann gegen Aufpreis um eine Vielzahl von Einzelstoffwert-Modulen erweitert werden. Siehe Leistungsumfang COIL

Außerdem kann das LV Stoffdaten-Programm 'PROPER' (nicht im Grundpaket enthalten) eingebunden werden, dessen Datenbank über 800 Stoffe enthält. PROPER liefert die Stoffdaten von reinen Stoffen und Stoffgemischen.
Die freie Eingabe von Stoffwerten mit Hilfe des Moduls S-DAT ist möglich (s.
Handeingabe von Stoffwerten "Freie Eingabe").


Typische Foulingwiderstände

Foulingwiderstände für Wasser in Rohrbündelwärmeübertragern (m²K/W)

Temperatur des Heizmediums

unter 120°C

120–200°C

Wassertemperatur

unter 50°C

über 50°C

 

Strömungsgeschwindigkeit

Strömungsgeschwindigkeit

Kühlwasser

≤ 1 m/s

> 1 m/s

≤ 1 m/s

> 1 m/s

Meerwasser

0,00009

0,00009

0,00018

0,00018

Brackwasser

0,00035

0,00018

0,00053

0,00035

Kühlkreislauf:

 

 

 

 

 aufbereitet

0,00018

0,00018

0,00035

0,00035

 unbehandelt

0,00053

0,00053

0,00090

0,00075

Stadtwasser

0,00018

0,00018

0,00035

0,00035

Flusswasser:

 

 

 

 

 sauber

0,00035

0,00018

0,00053

0,00035

 normal

0,00053

0,00035

0,00070

0,00053

Abwasserkanal

0,00141

0,00090

0,00175

0,00141

trübes oder schlammiges Wasser

0,00053

0,00035

0,00075

0,00053

besonders hartes Wasser

0,00053

0,00053

0,00090

0,00090

Motorkühlwasser

0,00018

0,00018

0,00018

0,00018

destilliertes Wasser oder Kondensat

0,00009

0,00009

0,00009

0,00009

aufbereitetes Kesselspeisewasser

0,00018

0,00009

0,00018

0,00018

Dampferzeuger Abschlämmung

0,00035

0,00035

0,00035

0,00035

Kühlwasser

Foulingwiderstand

Quenchwasser

0,00045

Polyphosphatbehandlung

0,00015

Säurebehandlung

0,00008

kalte Sole

0,0002–0,00033

wässrige Salzlösungen

0,0002–0,00033

© Springer Verlag Berlin Heidelberg 2013


TEMA Foulingwiderstände für Fluide in der erdölverarbeitenden Industrie (m²K/W)

Rohöl und Vakuumkolonne

a) gasförmig

Vakuumkolonne Kopfprodukt

0,00035

Normaldruckkolonne Kopfprodukt

0,00018

leichte Naphthas

0,00018

b) flüssig

 Rohöl (entsalzt bei 120°C, rohrseitige Geschwindigkeit > 1.3 m/s)

             T < 120°C

0,00035 – 0,0007

120°C <T < 175°C

0,00053 – 0,0007

175°C < T < 230°C

0,00070 – 0,00088

230°C < T

0,00088 – 0,0011

Leichtbenzin

0,00018

Kerosin

0,00035

schweres Gasöl

0,00035 – 0,00053

Benzin

0,00035 – 0,00053

leichtes Gasöl

0,00053 – 0,00088

schweres Dieselöl

0,00088 – 0,0012

Vakuumkolonne Sumpfprodukt

0,0018

Normaldruckkolonne Sumpfprodukt

0,0012

Kracken und Verkoken

Sumpfprodukt (u>1.5 m/s)

0,00053

leichtes Kreislauföl

0,00035–0,00053

leichtes Kokergasöl

0,00053–0,0007

niedrigsiedende Flüssigprodukte

0,00053

gasförmiges Kopfprodukt

0,00035

schweres Kreislauföl

0,00053–0,0007

schweres Kokergasöl

0,0007–0,00088

Reformieren, Steamkracken, katalytische Hydrierung

Reformer Einsatzmaterial

0,00027

Reformer Produkt (l)

0,00027

Steamcracker Einsatzmaterial und Produkt

≥ 0,00035

katalytische Hydrierung Feed und Produkt

≥ 0,00035

Umlaufgas

0,00018

Kopfprodukt (g)

0,00018

Flüssigprodukt spez. Gewicht > 50°API

0,00018

Flüssigprodukt 30°API-50°API

0,00035


TEMA Foulingwiderstände für Fluide in der erdölverarbeitenden Industrie (m²K/W)

niedrigsiedende Prozessströme

Kopfprodukt (g)

0,00018

Flüssigprodukt

0,00018

Alkylierung

0,00035

Absorptionsöle

0,00035–0,00053

Sumpfprodukte

0,00035–0,00053

Visbreaker

Kopfprodukt (g)

0,00053

Sumpfprodukt

0,00176

Katalytischer Hydrofiner

Einsatz

0,0007–0,00088

Ablauf

0,00035

H.T. Splitter (Kopf)

0,00035

Flüssigprodukte

0,00035

Stripper Einsatz

0,00053

Naphtha Hydrofiner

Einsatz

0,00053

Ablauf

0,00035

Naphthas

0,00035

Kopfprodukt

0,00025

Alkylierungsanlage, Debutanizer, Depropanizer

Einsatz

0,00018

Kopfkondensator

0,00018

Produktkühler

0,00018

Produkt-Rücklaufverdampfer

0,00035

Reaktoreinsatz

0,00035

Schmieröl-Aufbereitung

Lösungsmittel-Öl-Mischung

0,00035

Kopfkondensator

0,00018

Raffinat

0,00018

Teer

0,00053–0,00088

Lösungsmittel

0,00018

Entschwefelung

Kopfprodukt

0,00018

Kühler

0,00028

Rücklaufverdampfer

0,00028

© Springer Verlag Berlin Heidelberg 2013


Foulingwiderstände für verschiedene Fluide (m²K/W)

Öle:

Heizöl No.2

0,00035

Heizöl No.6

0,00088

Transformatoröl

0,00018

Schmieröl

0,00018

Hydrauliköl

0,00018

Quenchöl

0,0007

Pech

0,0008

Teer

0,0009

Pflanzenöl

0,00053

Gase und Dämpfe:

Wasserdampf (ölfrei)

0,0000

Wasserdampf (ölhaltig)

0,00018

Kältemitteldämpfe (ölhaltig)

0,00035

Alkoholdämpfe

0,0000

organische Dämpfe

0,00009

Ammoniak

0,00018

Kohlendioxid

0,00035

Rauchgas (Kohle)

0,00018

Rauchgas (Erdgas)

0,00018–0,00035

Diesel-Abgas

0,0018

Synthese-Gas

0,0018

Druckluft

0,00018–0,00035

Erdgas

0,00018

Stickstoff

0,00018–0,00035

stabile Kopfprodukte

0,00018–0,00035

Flüssigkeiten:

Kältemittel

0,00010–0,00018

organische Wärmeträger

0,00018–0,00035

Ammoniak (ölfrei)

0,00018

Ammoniak (ölh.)

0,00053

Methanollösungen

0,00035

Äthanollösungen

0,00035

Glykollösungen

0,00035

LPG, LNG

0,00018–0,00035

MEA- und DEA-Lösungen

0,00035

DEG- und TEG-Lösungen

0,00035

stabile Seitenströme

0,00018–0,00035

stabile Sumpfprodukte

0,00018–0,00035

Laugen

0,00035

Schwarzlauge

0,0007–0,0014

© Springer Verlag Berlin Heidelberg 2013

Bibliothek

Mit dem Button "Bibliothek" können Sie die Geometriewerte eines von Ihnen erstellten Apparates aus Ihrer Bibliothek in das Programm übernehmen. Nach Betätigung dieses Buttons erscheint eine Tabelle, in der Sie den gewählten Apparat markieren (anklicken).

Durch Anklicken von "Rohrspiegel laden" übernehmen Sie die Geometriewerte. Mit "Bearbeitung beenden" gelangen Sie zurück in der Form „Auswahl der Grunddaten“. Bereits in dieser Form gewählte Geometriegrößen wie z.B. der Rohr- oder Manteldurchmesser werden durch diese Datenübernahme überschrieben und der Block mit den Geometriedaten ist ausgeblendet.

>> Beachten Sie, dass die Erstellung, die Bearbeitung und das Speichern eines Datensatzes in dieser Bibliothek nur im Modul COIL möglich ist (siehe: .Bedienung der Bibliothek

Geometriedaten übernehmen

Nach beendeter Grunddatenauswahl bestätigen Sie Ihre Wahl mit "OK", eine weitere Auswahlform öffnet sich:

Visual COIL

Es ist möglich, bereits hier die Systemdaten (Temperaturen, Drücke, Massen- oder Volumenströme bzw. Wärmeleistung) vorzugeben. Diese Werte können aber auch erst in die COIL-Grundmaske eingegeben werden.

Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit "OK".  Es erscheint die COIL-Grundmaske.

TIPP  zur Einheitenumwandlung

Mit einem Klick auf die Einheit wird die Einheitenumwandlung aktiviert.

Tragen Sie die bekannten Werte in den Einheiten ein z.B. den Massenstrom in kg/h.

Der Eingabewert wird sofort in die anderen dargestellten Einheiten umgerechnet. Die mit einem Punkt markierte Einheit wird auf der Form und später im Ausdruck verwendet.

Bestätigen Sie die Eingabe mit 'ENTER' / ’OK’.

Strömungsrichtung Gegenstrom / Gleichstrom

 

Gegenstrom-Wärmeübertrager

Gegenstrom-Wärmeübertrager haben einen größeren thermischen Wirkungsgrad als Gleichstrom-Wärmeübertrager.

 

In Gegenstrom-Wärmeübertragern ist es möglich, dass die Austrittstemperatur des kalten Mediums größer wird als die Austrittstemperatur des heißen Mediums.

 

Diese Bedingung wird auch „Temperature Cross Over" genannt.

 

DPGegen
Idealisierter Temperaturverlauf in einem Gegenstrom-Wärmeübertrager mit Temperature Cross-Over.

Gleichstrom-Wärmeübertrager

In Gleichstrom-Wärmeübertragern nähern sich die Austrittstemperaturen des kalten Mediums und des heißen Mediums asymptotisch an.

 

DPGleich
Idealisierter Temperaturverlauf in einem reinen Gleichstrom Wärmeübertrager (z.B. Doppelrohr)

Obwohl die Gleichstrom-Anordnung keinen Temperaturwechsel erlaubt und der thermische Wirkungsgrad kleiner ist als bei der Gegenstrom-Anordnung, gibt es einige Merkmale, die die Gleichstrom-Anordnung auszeichnen:

1.     Der Gleichstrom erzeugt eine gleichförmigere Rohrwandtemperatur als der Gegenstrom.

2.     Die höchste Wandtemperatur ist im Vergleich zum Gegenströmer niedriger.

3.     Dadurch werden ungewollte Unter- oder Übertemperaturen vermieden. Dies gilt z.B. für Wärmeübertrager in der Lebensmittelindustrie, in denen Temperaturgrenzen der Produkte (Eiweißkoagulation) eingehalten werden müssen.

COIL Eingabemaske und Menü "Grundeingaben"

Von der COIL-Eingabemaske steuert der Anwender den Ablauf seiner Berechnung. Von hier aus kann er in alle anderen Module wechseln.

In der COIL-Eingabemaske sind alle notwendigen Eingabemöglichkeiten zur Berechnung eines Wärmeübertragers zusammengefasst. Die Eingabe­werte erscheinen auch in den Eingabemasken der entsprechenden Kapitel. Dort können die Werte ebenfalls eingegeben oder verändert werden, da die Kapitel untereinander verbunden sind.  In die Eingabemasken der einzelnen Kapitel gelangen Sie über das bereits im Programmsystem ATLAS beschriebene Menü "Atlas" und den Menüpunkt "Kapitel" oder durch Anklicken der entsprechenden Karteikarte.

COIL besitzt in der Eingabemaske speziell das Menü "GRUNDEINGABEN".


Eingabemaske und Menü "Grundeingaben"

Auswahl der Grunddaten

Über diesen Menüpunkt gelangen Sie wieder zurück in die Auswahlform "Auswahl der Grunddaten".

Spezifikationsblatt

Mit dem Menüpunkt "Spezifikationsblatt" werden die Daten nach EXCEL exportiert und als Spezifikationsblatt angezeigt.

Im EXCEL-Datenblatt können Sie einzelne Felder  (z.B. Bemerkungen) auch mit eigenen Angaben beschriften und als Vorlage abspeichern. Die Reihenfolge der Felder darf nicht verändert werden, da ansonsten das Programm die berechneten Werte nicht an die korrekten Stellen schreibt.

Standardwerte

Die Option „Standardwerte“ ist aktiviert, durch ein Häkchen vor Standardwerte. Durch einen Klick auf „Standardwerte“ kann diese Option deaktiviert bzw. wieder aktiviert werden.

Ist die Option aktiviert, greift COIL bei der Auslegung eines Wärmeübertragers auf vorgewählte und auf Standardwerte zurück. Wird bei der Optimierung eines Wärmeübertragers z.B. der Wendeldurchmesser vom Anwender neu eingegeben, wählt COIL den Mantel aus, in den die Wendel mit diesem Durchmesser gerade noch untergebracht werden kann.

Wird die Option ‚Standardwerte‘ wieder aktiviert, erfolgt automatisch eine Neuauslegung des Wärmeübertragers, wobei COIL wieder auf einen Standardmantel zurückgreift.

Alpha in den Rohren vorgeben

In manchen Fällen ist es erforderlich oder gewünscht, auf geschätzte, gemessene oder bereits errechnete Wärmeübergangskoeffizienten zurückzugreifen.

In diesen Fällen kann nach Anklicken der Option „Alpha in den Rohren vorgeben“ der Wert in das Feld „Wärmeübergangskoeffizient (innen) auf der COIL-Eingabemaske eingetragen werden. Die Maske „Variable freimachen“ erscheint in diesem Fall nicht, d.h. es wird nicht auf eine abhängige Größe wie z.B. den Rohrdurchmesser zurückgerechnet. Durch erneutes Anklicken der Option „Alpha in den Rohren vorgeben“ wird der Wärmeübergangskoeffizient in den Rohren wieder von COIL berechnet.


Alpha um die Rohre vorgeben

In manchen Fällen ist es erforderlich oder gewünscht, auf geschätzte, gemessene oder bereits errechnete Wärmeübergangskoeffizienten zurückzugreifen.

In diesen Fällen kann nach Anklicken der Option „Alpha um die Rohren vorgeben“ der Wert in das Feld „Wärmeübergangskoeffizient (außen) auf der COIL-Eingabemaske eingetragen werden. Die Maske „Variable freimachen“ erscheint in diesem Fall nicht, d.h. es wird nicht auf eine abhängige Größe wie z.B. Rohraußendurchmesser, Wendeldurchmesser, Wendelsteigung etc. zurückgerechnet. Durch erneutes Anklicken der Option „Alpha um die Rohre vorgeben“ wird der Wärmeübergangskoeffizient um die Rohre wieder von COIL berechnet.

Bibliothek

Mit diesem Menüpunkt können Sie die in der Coil-Maske eingetragenen Geometriewerte eines Rohr­schlangenapparates in einer Datenbank hinterlegen oder die Daten eines bereits abgelegten Apparates in die laufende Berechnung übernehmen. (siehe Bedienung der Bibliothek)

Geometriedaten übernehmen

Durch Anklicken des Buttons „Rohrspiegel speichern“ werden die Geometriedaten von der COIL-Maske (Mantelaußendurchmesser, Mantelwandstärke, Rohraußendurchmesser, Rohrinnendurchmesser, Wendel-durchmesser, Wendelsteigung, Anzahl der Windungen usw.) abgespeichert.

Durch Anklicken von "Rohrspiegel laden" übernehmen Sie die Geometriewerte in die COIL-Maske. Mit "Bearbeitung beenden " gelangen Sie zurück in das Grunddaten-Menü.

Geometriedaten einfrieren/editieren

Werden die Geometriedaten eines Rohrschlangenwärmeübertragers aus der Bibliothek geladen, sind die geometrischen Größen des Wärmeübertragers eigefroren und können weder auf der Eingabemaske überschrieben noch durch das Programm neu berechnet werden. Die entsprechenden Felder auf der Eingabemaske sind grau hinterlegt.

Wird eine Änderung dieser gesperrten Größen gewünscht, so müssen die Daten zum Editieren freigegeben werden. Dies erfolgt durch Anklicken des Menüpunktes Geometriedaten einfrieren / editieren.


Stoffwerte und Wärmebilanz

Handeingabe von Stoffwerten "Freie Eingabe"

Werden in der Form „Auswahl der Grunddaten“ für ein Medium „Freie Eingabe“ gewählt, müssen die Stoffdaten für dieses Medium von Hand eingegeben werden. Dafür steht das Modul S-DAT zur Verfügung. Nach Eingabe der Eintritts- und Austrittstemperatur oder der mittleren Temperatur sowie des Druckes wechselt das Programm selbständig in das Modul S-DAT. Der Druck und die mittlere Temperatur wurden bereits in das Datenblatt eingetragen.

Benötigte Daten:

·       Flüssigkeiten und Gase (einphasige Medien)

Für die Berechnung des Wärmeübergangs und des Druckverlustes werden bei Flüssigkeiten und Gasen sowohl die Stoffwerte bei mittlerer Temperatur als auch bei Wandtemperatur benötigt.

Beim ersten Aufruf von S-DAT ist die Wandtemperatur jedoch noch nicht bekannt. Geben Sie deshalb zuerst nur die Stoffwerte für die mittlere Temperatur ein. Nach vollständiger Dateneingabe wechselt das Programm wieder selbständig in die COIL-Maske. Nachdem die Wandtemperatur berechnet wurde, wechseln Sie wieder über den Karteikartenreiter „S-DAT“ in das S-DAT-Modul und tragen Sie die Stoffwerte bei Wandtemperatur nach. Werden die Stoffwerte bei Wandtemperatur nicht eingetragen, erfolgt die Berechnung des Wärmeübergangs und des Druckverlustes mit den Stoffwerten bei mittlerer Temperatur.

Die Genauigkeit der Berechnung nimmt in diesem Fall jedoch ab.

Insbesondere bei viskosen Medien wie Ölen können dann größere Fehler auftreten.

·       Kondensation von reinen Stoffen

Bei der Kondensation von reinen Stoffen werden die Stoffwerte des Dampfes und des Kondensates bei Kondensationstemperatur benötigt.

Sobald das Datenblatt vollständig ausgeführt wurde, wechselt das Programm wieder zurück in die COIL-Maske.

Wurde für beide Tauscher-seiten „Freie Eingabe“ gewählt, werden zwei S-DAT-Module angelegt.

Siehe auch:
 Kondensation von beliebigen Reinstoffen
|topic=Kondensation von beliebigen Reinstoffen

Eingabemaske und allgemeine Wärmebilanz

Der erste Werteblock enthält die Angaben über die Mengen, Drücke und Temperaturen der beiden Medien. Die Reihenfolge der Eingabe dieser Werte ist prinzipiell beliebig.

In den meisten Fällen sind die Mengenströme und Temperaturen vorgegeben. Dies bedeutet, dass die Wärmebilanz festliegt.

Die genauen Temperaturen oder Mengen werden jedoch erst von den im Programm verwendeten Stoffwerten festgelegt d.h. die letzte nicht eingegebene Temperatur oder Menge wird zum Schließen der Wärmebilanz vom Programm berechnet.

Eingabemaske COIL (Wärmebilanz)


Geometrische Daten

Der zweite Werteblock enthält die Angaben zur Geometrie des Rohrschlangenwärmeübertragers.

Wenn in der Form „Auswahl der Grunddaten“ die Rohr- und Mantelabmessungen ausgewählt oder ein Apparat in der Bibliothek bestimmt wurde, sind die Geometriedaten bereits in die Maske eingetragen.

Ansonsten müssen die Geometriewerte hier eingegeben werden.

Eingabemaske COIL (Geometrie)

Siehe auch: Wendelsteigung, Abstand der Windungen und Wendellänge|topic=Wendelsteigung\, Abstand der Windungen und Wendellänge


Ergebnisse und Bewertung

Die Berechnung ist abgeschlossen, wenn die Länge bzw. Fläche des Tauschers festliegt. Dies ist die erforderliche Länge.

Nun muss eine standardisierte Länge (ausgeführte Länge) vorgegeben werden. Mit dieser Länge wird der Tauscher neu berechnet. Der Unterschied zwischen der erforderlichen und der ausgeführten Länge zeigt die „Reserve“ der Auslegung.

Es ist üblich, den Unterschied zwischen ausgeführter Länge und erforderlicher Länge durch einen „Ersatz-Verschmutzungsgrad“ auszudrücken. Dies ist jedoch wenig anschaulich. Die „Längenreserve“ ist direkt proportional zur Fläche und bietet ein anschauliches Maß der Reserve.

Nach Eingabe der Stutzendurchmesser am Eintritt und Austritt werden der rohrseitige und der mantelseitige Druckverlust berechnet.

Eingabemaske COIL (Bewertung)

Die Berechnung kann nun durch beliebige Veränderungen der entsprechenden Größen in eine gewünschte Richtung gesteuert werden. Die Qualität der Berechnung lässt sich z.B. durch eine „Parameterstudie“ feststellen, die Aufschluss über das Verhalten des Tauschers gegenüber Änderungen der zugrunde liegenden Prozessparameter gibt.


Kondensation von beliebigen Reinstoffen

Mit dem Programm COIL kann ein Kondensator mit Kondensation eines beliebigen Reinstoffes berechnet werden.

Voraussetzung für die Berechnung des Kondensationsprozesses ist, dass der Dampf mit Satt­dampftemperatur d.h. nicht überhitzt in den Kondensator eintritt und das Kondensat mit der gleichen Temperatur d.h. nicht unterkühlt wieder aus dem Kondensator austritt.

Tritt der Dampf überhitzt in den Kondensator ein und verlässt das Kondensat den Kondensator unterkühlt, muss der Kondensator in eine Enthitzungs-, Kondensations- und Unterkühlungszone unterteilt und jede Zone separat mit COIL berechnet werden. Die Gesamtfläche des Kondensators ergibt sich aus den Flächen für die einzelnen Zonen.

Wurde als Medium „Sattdampf“, „NH3-Kondensation“ oder CO2-Kondensation“ gewählt, wird automatisch von einer Kondensation ausgegangen und es werden für die Berechnung des Wärmeübergangs die entsprechenden Kondensationsansätze gewählt. Als Eingabe wird entweder der Kondensationsdruck (PSatt) oder die Kondensationstemperatur (TSatt) benötigt. Die Stoffwerte für den Dampf und das Kondensat werden vom Programm ermittelt.

Soll ein beliebiger Reinstoff kondensiert werden, muss in der Form „Auswahl der Grunddaten“ für das zu kondensierende Medium  „Freie Eingabe“  und zusätzlich für den Phasenzustand „Kondensation“ gewählt werden.

In der Form „Visual COIL“ oder in der COIL-Maske müssen sowohl der Kondensationsdruck (PSatt) als auch die Kondensationstemperatur (TSatt) ein-gegeben werden.

Danach wechselt das Programm selbständig in das Modul S-DAT.

Geben Sie die Stoffdaten für das Kondensat (Siedende Flüssigkeit) im oberen Teil des Datenblattes und die Stoffdaten des Dampfes sowie die Verdampfungsenthalpie im unteren Teil ein.

Nach vollständiger Dateneingabe wechselt das Programm wieder in die COIL-Maske zurück.

>> Der Druckverlust auf der Kondensationsseite wird nicht berechnet