Beispiel
Aus: Walter Bierwerth, Tabellenbuch Chemietechnik, 11. Auflage, Verlag EUROPA-LEHRMITTEL, Europa Nr. 70717, S439 ff
Aufgabenstellung:
In einem Gemisch aus Benzol und Toluol soll durch kontinuierliche Rektifikation der Massenanteil an Benzol angereichert werden.
Die Anlage ist im Fließbild (Fließschema) dargestellt.
Das Gemisch (reines Zweistoffgemisch, ϑV = 20 °C) fällt mit folgender Zusammensetzung zur Trennung an:
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Benzol: Massenanteil |
w1 = 25 % |
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Toluol: |
w2 = 75 % |
Betriebsvorgaben:
Gewünschte Anreicherung: w1 = 0,95 (Kolonnenkopf), der Sumpfablauf soll noch maximal w1 = 0,05 Benzol enthalten.
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Volumenstrom Zulauf (Feed): |
qV = 80 L/min |
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Länge der Zuleitung (gerade Rohrleitungsstücke): |
L = 15 m |
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Höhendifferenz Feedpumpe/Kolonneneinspeisung (geodätische Höhe): |
z = 4 m |
Zulauf zur Kolonne: siedend flüssig
Ablauf aus dem Kopfkondensator: siedend flüssig
Abkühlung des Destillats im Destillatkühler auf ϑ = 40 °C
Kühlwasser steht mit einer relative konstante Zulauftemperatur von ϑ = 20 °C zur Verfügung und soll beim Austritt aus der Anlage nicht wärmer als ϑ = 30 °C sein.
Die Kolonne wird bei Normaldruck betrieben.
Auszulegende Bauteile:
Kreiselpumpe (Feedpumpe): Erforderliche Pumpenleistung über Druckverlust in der Zuleitung
Gemischvorwärmer (elektrische Rohrbeheizung, induktiv): erforderliche Heizleistung?
Trennkolonne (Füllkörperkolonne): erforderliche Anzahl der theoretischen Stufen nach McCabe-Thiele
Kopfkondensator (Rohrbündel-Wärmeaustauscher): erforderliche Austauschfläche
Destillatkühler (Rohrbündel-Wärmeaustauscher): erforderliche Austauschfläche
Destillatvorlage (liegender zylindrischer Pufferbehälter mit Klöpperböden): Füllstandsdiagramm qV = f(h)
Erforderliche Armaturen und sonstige Rohrleitungsteile in der Feedleitung:
2 Bögen (Krümmer) 90°, R/d = 4
1 Durchgangsventil (DIN-Ventil)
1 Absperrhahn (Kugelhahn), 50 % geöffnet
1 Rückschlagventil
1 Wirbelzähler

Bestimmung der erforderlichen Austauschfläche des Destillatkühlers
Der Destillatkühler wird so berechnet, dass bei Sperrung des Rücklaufs in die Kolonne der komplette (maximale) Massenstrom an Kopfprodukt gekühlt werden kann.
Kühlwassereintritt: ϑW1 = 20 °C
Kühlwasseraustritt: ϑW2 = 30 °C
Bezugstemperatur für die spezifische Wärmekapazität des Kühlwassers:
ϑWB = (20 °C + 30 °C)/2 = 25 °C
Spezifische Wärmekapazität (linear interpoliert nach Tabelle Innendeckel hinten):
cW = 4179 J/(kg · K)
Erforderlicher Wärmestrom (S. 238):
Φ = qmD · cD · (ϑbD – ϑD2) = 0,258 kg/s · 1740 J/(kg · K) · (80,3 – 40) °C = 18091 W
K-Wert nach Tabelle (S. 235): K = 600 W/(m² · K)
Mittlere logarithmische Temperaturdifferenz (S. 237):
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Erforderliche Austauschfläche (S. 239):

