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Einige Bearbeitungshinweise

Bearbeitungshinweise

Eine ausführlichere Beschreibung der Bedienoberfläche und ihrer Benutzung folgt im letzten Abschnitt (detaillierte Beschreibung der Programmbedienung) dieses Handbuches.

Wenn das "Startbild" des Programms erschienen ist, dann beginnt die Bearbeitung in der Regel mit der Wahl einer Bauform für den zu berechnenden Kondensator (Taste "Bauform", dann "Bauform wählen" anklicken).  - Hier können noch zusätzliche Optionen (Rippenrohre, Kondensation nach dem Muko-Konzept) ausgewählt werden. -

Die gewünschte Bauform und ggf. der Rohrspiegel des zu berechnenden Kondensators werden mit Doppelklick auf das Bild der gewünschten Ausführung ausgewählt. Die "Bauform"-Taste beginnt zu blinken. Wird sie erneut angeklickt, dann öffnen sich nacheinander die (voneinander abhängigen) Fenster der Eingabeprozedur, wobei das zu lösende Problem Schritt für Schritt (mit jeweils abrufbaren Hilfen) festgelegt wird, bis schließlich die Eingabeprozedur mit Rückkehr in das Startbild verlassen wird. Jetzt ist im Menü "Berechnung" das Untermenü "Kondensator Berechnung" freigegeben. Nach seiner Wahl kann die eigentliche Berechnung gestartet werden.

Ein Abbruch der laufenden Kondensatorberechnung (die je nach Bauform auch längere Zeit benötigt) ist sowohl durch Anklicken der Stoptaste oder des Menüs "Berechnung", als auch durch Betätigen der ESC-Taste möglich. Die "DirektAusgabe" kann durch Anklicken ein- und ausgeschaltet werden. Ist sie eingeschaltet, werden die Zwischenergebnisse der einzelnen gerechneten Teilzellen in Messageboxes angezeigt (wobei die laufende Rechnung unterbrochen ist).

Ist die Berechnung nach allen internen Kriterien erfolgreich verlaufen, so erscheint am Ende das Ergebnis in einem Fenster auf hellblauem Grund. Wurde die Berechnung vom Benutzer vorzeitig abgebrochen, oder gab es innerhalb der Rechnung Probleme, dann erscheint das Ergebnis zur Warnung auf rotem Grund. Das heißt aber nicht, daß jedes "rote" Ergebnis unbrauchbar ist. Die Entscheidung über die Brauchbarkeit jeden Ergebnisses liegt ohnehin alleine beim Benutzer.

Zusätzlich steht eine Visualisierung der hauptsächlichen Ergebnisdaten als Verläufe entlang dem Dampfpfad zur Verfügung. Diese Ergebnisse lassen sich unter beliebigen Namen speichern ("Sichern"-Button) und über das Menü "Berechnung", Untermenü "Ergebnis Kondensator", wieder (einschließlich Visualisierung) abrufen. Die Ergebnis-Dateien sind ASCII-Dateien, aus denen sich die Visualisierungsdaten leicht – zum Zweck einer weiteren Verarbeitung - entfernen lassen.

Integrationsschrittweite  (Courant-Kriterium)

Es gilt zu verhindern, daß in der Rechnung ein zu großer Anteil der Dampfströmung einer "Gesamtzelle" innerhalb einer einzelnen Teilzelle kondensiert. Daher muß eine entsprechend feine Unterteilung in Teilzellen vorgenommen werden. Wird die nach dem Durchgang der Berechnung durch die erste Gesamtzelle (nur ggf.) angezeigte Option "Schrittweite für neue Rechnung anpassen" gewählt, dann wird eine Verfeinerung der Teilzellen vorgenommen und die Rechnung ohne Ergebnisausgabe abgebrochen. Die Rechnung wird dann automatisch neu mit der feineren Zellenunterteilung gestartet. In manchen Fällen wird automatisch sofort die (je nach Wahl unter "Einstellungen") mögliche feinste Zellunterteilung gewählt, in den übrigen Fällen erfolgt die Verfeinerung schrittweise nach einem festen Multiplikator.

Ist die Unterteilung immer noch ungenügend, dann wiederholt sich der Vorgang. Es kann aber auch mit der Option "keine Änderung" mit der zuletzt gültigen Unterteilung direkt weitergerechnet werden. Je feiner die Rechenmaschen gewählt wurden, desto länger wird die Rechenzeit, aber die Diskretisierungsfehler verringern sich.

Empfehlung daher: Grobe Verletzungen des Kriteriums sollten nicht akzeptiert werden, Überschreitungensmeldungen nahe über Eins erscheinen als noch gut akzeptabel.

Arbeitshilfen und Datensicherung

Hilfen für alle Arbeitsschritte werden online, abhängig vom aktuellen Bearbeitungsstand, in den jeweils aktuellen Formularen und MessageBoxes usw. angeboten.

Die Datensicherung der eigentlichen Projektdaten erfolgt vom Startbild aus mit dem "Datei"-Menü als .Jbb-Datei. Wurde ein Datensatz gespeichert, so wird der Dateiname rechts unten im Startbild angezeigt, ebenso, wenn eine Datei wieder geladen wurde. Wird der Datensatz erneut bearbeitet, so wird der Dateiname weiterhin angezeigt, aber durch Unterlegung mit einem Schraffurmuster als verändert kenntlich gemacht.

Die Datensicherung der Stoffdaten erfolgt im Normalfall nur über die Proper- .Str- Dateien, weshalb diese Dateien von Proper aus gesondert zu sichern sind. Der Name dieser Sicherungsdatei wird auch im .Jbb File vermerkt, so daß die beim Wiederladen eines Projektes benötigte .Str Datei(en) automatisch geladen werden können. Wird eine Datei dabei nicht gefunden, so kann der Benutzer angeben, auf welchem Laufwerk usw. danach gesucht werden soll. ‑ Als Ausnahme gilt nur der Fall der "freien Eingabe". Wurden bestimmte Datengruppen der Stoffdaten (Antoine-, Aktivitäts oder Diffusionskoeffizienten) vom Benutzer verändert, dann werden diese Veränderungen ebenfalls auf dem .Jbb-File festgehalten und können wieder geladen werden. Muko-Daten können nur eingelesen, aber nicht bearbeitet werden.

Für das Kühlmittel stehen auch Wärmeträgeröle im Modul Atlas "TOIL" zur Verfügung. Hierfür ist keine besondere Datensicherung erforderlich, die Kennzeichnung eines ausgewählten Stoffes wird automatisch verwaltet und in der .Jbb-Datei mit abgelegt.

Eine Möglichkeit des Aufrufs einer Dokumentation der Eingabedaten (auf File) besteht.

Die im Menü "Einstellungen" festgelegten Grundeinstellungen werden nach jeder im zugehörigen Formular vorgenommenen Änderung (nur "Ansehen" hat keine Wirkung) auf das File "Lauter.ini" geschrieben und von dort, beim Neustart von Jbb, wieder eingelesen. Einige dieser Einstellungen können im Laufe der Eingabeprozedur für ein Projekt verändert werden. Diese Änderungen werden nicht automatisch auf der "Lauter.ini" festgehalten (sie sind aber im Menü "Einstellungen" einzusehen), sondern sie werden beim Sichern des Projektes auf dem .Jbb-File festgehalten und mit diesem dann später auch wieder geladen. So bleiben die eigentlichen Grundeinstellungen für den nächsten Programmstart erhalten.

"Optionen"

Als Optionen sind aufgezeigt

für einige Bauarten Rippenrohre

für (fast) alle Bauarten das "Muko"-Konzept (= MultiKomponenten)

Die Rippenrohr-Option ist hauptsächlich für die Kühlmittelseite verfügbar, nur die Bauart 100 erlaubt auch die Berechnung der Kondensation an den Rippen (weil nur bei dieser Bauart das Kondensat von den Rippen abfließen kann, im übrigen wird im Laufe des Eingabeprozesses eine Meldung über eine mögliche Rückhaltung des Kondensats zwischen den Rippen mit ausgegeben).

Beim Muko-Konzept muß eine "heat curve" (mit den thermischen Gleichgewichtsdaten von Restdampf und zugehörigem Kondensat, ihren spezifischen Wärmen, der effektiven Verdampfungswärme, der Temperatur u.a.m. in Abhängigkeit vom Massenanteil des Restdampfes an der Gesamtströmung) zur Verfügung stehen. Diese „heat curve“ wird entweder von einer Datenbank eingelesen, oder sie kann, wenn die Detaildaten des Stoffgemisches bekannt sind, erzeugt werden.

Von der knowhow-Basis her ist das Muko-Konzept nicht für alle Bauarten gleich gut belegt. Das betrifft besonders die Kondensation im Außenraum von Rohrbündel-Kondensatoren. Auch bei der Durchführung der (iterativen) Berechnung macht dieses Konzept gewisse Probleme, die sich in Oszillationen der Lösung bemerkbar machen können. Grundsätzlich vermittelt die "heat curve" dieses Konzepts lediglich eine eindimensionale Wiedergabe der Gleichgewichtskondensation. Daher kann nicht bei allen Anwendungen und Bedingungen (Ungleichgewicht bis zur Totalkondensation, Mehrdimensionalität) mit einer gleich guten "Performance" gerechnet werden.