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Bedienung

Start des Programmes VERD

Starten Sie das Programm über "Programme"/"WAERME"/ Verdampfung in Rohrbündeln (VERD)“.

Menü ’Pfade’

In diesem Menü können bei einer Netzwerk-installation die Pfade für Grunddaten (Rohre, Teilungen, Rohrmaterialien und Mäntel), die Rohrspiegelbibliothek sowie die Daten für das Stoffwertmodul „STAB“ festgelegt werden.

Auswahl der Grunddaten

Nach dem Programmstart erscheint die Auswahlform "Auswahl der Grunddaten".

Diese Form ermöglicht die Vorgabe von Werksnormen oder Baureihengrößen sowie die Auswahl der Medien.

Das Programm VERD ist so konzipiert, dass mit nur wenigen Mausklicken der Typ und der grundsätzliche Aufbau eines Wärmeübertragers sowie das rohr- und mantelseitige Medium ausgewählt werden können.

Nach Eingabe von wenigen Werten wie z.B. Temperaturen, Drücke, Massenströme) wird ein konstruktionsgerechter Rohrspiegel erzeugt und der Wärmeübertrager ausgelegt.

Vor Beginn der Berechnung sollten der Typ und der grundsätzliche Aufbau des Wärmeübertragers feststehen. Für diese Festlegung steht die Auswahlform "Auswahl der Grunddaten" zur Verfügung. Außerdem ermöglicht diese Auswahlform die Verwendung von Standardwerten für die Rohr- und Mantelabmessungen, so dass bei der Auslegung des Wärmeübertragers Baureihengrößen oder Werksnormen eingehalten werden können.

Es können die in der Tabelle angegebenen Grunddaten gewählt werden:

Bezeichnung

Inhalt

Eintrag (Beispiel)

Bedeutung

Rohrabmessungen

Liste der vom Anwender verwendeten Rohre

25 x 2 Bü-Ma 12 Bieger. 37

Rohraußendurch­messer

25 mm

 

 

 

Wanddicke

2 mm

 

 

 

Mindest-Bündel-Mantelabstand

12 mm

 

 

 

Biegeradius für U-Rohre

37 mm

 

 

 

Gassenbreite

49 mm

Rohrteilungen

Auswahl an

32 x 60°

Querteilung

32 mm

 

Rohrteilungen

 

Teilungswinkel

60°

Mantelabmessungen

Liste der vom Anwender verwendeten Mäntel

88.9 x 3.2 ABST - UB 50

Mantelaußen­-durchmesser

88.9 mm

 

 

 

Wanddicke

3.2 mm

 

 

 

Mindestabstand der Umlenkbleche

50.0 mm

Bündeltyp

Bauarten des

rohrseitigen Kopfes

Geradrohr, U-Rohr,

Schwimmkopf mit geteiltem Ring,

Gepackter Schwimmkopf,

Durchziehbarer Schwimmkopf

Einbaulage

 

waagrecht

senkrecht aufwärts

senkrecht abwärts

 

 

Rohrseitige Geschwindigkeit

 

Gewünschte Geschwindigkeit in den Rohren [m/s]

Mantelseitige Geschwindigkeit

 

Gewünschte Geschwindigkeit im Mantelraum [m/s]

Medium rohrseitig

Stoffwertmodule

Wasser

 

 

Medium mantelseitig

Stoffwertmodule

Wasser

 

 

Rohrabmessungen

Unter Rohrabmessungen sind verschiedene Standardrohre entsprechend den DIN-Normen vorgegeben.

Die Angaben 25 x 2 Bü-Ma 12 Bieger. 37 bedeuten:

·    Rohraußendurchmesser 25 mm

·    Wanddicke 2 mm

·    Mindestabstand Bündel-Mantel 12 mm
(Dieser Abstand wird bei vollständiger Berohrung des Mantels nicht unterschritten. Der Wert kann bei der Berechnung vom Anwender noch auf der VERD-Eingabemaske nachträglich geändert werden. Wenn in der Form 'Auswahl der Grunddaten' die Option 'TEMA Standard' gewählt wurde, wird der Mindest-Abstand zwischen Rohrbündel und Mantel nach TEMA berechnet und kann nicht mehr geändert werden. Soll der Wert geändert werden, so muss die Option 'TEMA Standard' in der 'Auswahl der Grunddaten' deaktiviert werden.)

·    Biegeradius bei U-Rohren 37 mm

Die Angabe bezieht sich auf den kleinstmöglichen Biegeradius. Dieser wird im Wesentlichen vom Rohrdurchmesser, von der Wanddicke und vom Rohrmaterial bestimmt.
Biegeradien für einige Rohre aus C-Stahl und CrNi-Stähle

Rohraußen­durchmesser
da  [mm]

Kleinster Biegeradius für U-Rohre mit der Wanddicke s [mm]

s = 1,2

1,6

2,0

2,6

3,2

16

30

24

20

-

-

20

47

34

26

23

-

25

-

51

37

35

27

30

-

62

42

38

35

38

-

-

52

47

42

Werden die am nächsten an der Apparatemittellinie gelegenen Rohre über Kreuz gebogen oder werden die einzelnen Gänge durch Trennwände in den Hauben voneinander getrennt, sollte anstatt des Biegeradius die Gassenbreite angegeben werden.

Die Gassenbreite ist der lichte Abstand der Rohre zwischen zwei Gängen. Die Gassenbreite ergibt sich aus dem Biegeradius:

Gassenbreite = 2 · Biegeradius - Rohraußendurchmesser

>> Biegeradius bzw. Gassenbreite werden nur bei 2 und mehr rohrseitigen Durchgängen benötigt.

Rohrteilungen

Abstand und Anordnung der Rohre im Rohrbündel.

Die Anordnung der Rohre im Rohrbündel wird über die Querteilung, die Längsteilung und den Teilungswinkel bestimmt.

·         Querteilung ist der Abstand der Rohrmittelpunkte zweier benachbarter Rohre in einer Rohrreihe quer zur Strömungsrichtung.

·         Längsteilung ist der Abstand zweier benachbarter Rohrreihen in Strömungsrichtung, jeweils von Rohrmittelpunkt zu Rohrmittelpunkt.

Die Quer- und die Längsteilung sind über den Teilungswinkel miteinander verknüpft.

Es bedeuten 32 x 60°

Querteilung 32 mm

Teilungswinkel 60°

Es gibt vier gebräuchliche Rohrteilungen, wobei die 60° Teilung die gängigste ist.

a) Dreiecks-Teilungen mit 60° und 30°

Mit den Dreiecks-Teilungen lässt sich die größte Rohrdichte im Mantel erreichen, d.h. in einem gegebenen Mantel können ca. 15% mehr Rohre untergebracht werden als mit einer quadratischen Teilung. Außerdem ist der Wärmeübergang besser als bei den quadratischen Teilungen, d.h. mit der gleichen Fläche kann eine größere Leistung übertragen werden als mit einer quadratischen Teilung.

Die Nachteile der Dreiecksteilungen sind:

·    Es ist keine mechanische Reinigung der Rohraußenseite möglich.

·    Der Druckverlust ist größer als bei einer quadratischen Teilung.

b) Quadratischen Teilungen mit 45° und 90°

Eine quadratische Teilung sollte für alle Wärmeübertrager vorgesehen werden, bei denen auf der Mantelseite mit einer größeren Verschmutzung und mit Reinigung der Rohroberflächen zu rechnen ist.

Die 45° Teilung bewirkt im laminaren Bereich durch die Turbulenzverbesserung einen besseren Wärme-übergang als die 90° Teilung.

Wenn der Druckverlust limitierend ist, sollte im turbulenten Bereich die 90° Teilung verwendet werden.

Umrechnung von Teilungen

Bei der 60° Teilung sollte die Querteilung ca. 1,25 -1,5 mal dem Rohraußendurchmesser sein.

Mit der Option „Umrechnung von Teilungen“ können dann die Querteilungen der entsprechenden 30°, 45° und 90° berechnet werden.

Mantelabmessungen

Unter Manteldurchmesser ist eine Vielzahl von Mänteln hinterlegt, entsprechend den Angaben in den DIN-Normen 2448 und 2458 für nahtlose und geschweißte Rohre.

Es bedeuten: 273 x 6.3 ABST. - UB 100

·         Mantelaußendurchmesser 273 mm

·         Wanddicke 6.3 mm

·         Mindestabstand der Umlenkbleche 100 mm
(Dieser Abstand wird bei der Auslegung des Wärmeübertragers nicht unterschritten. Er kann bei der Berechnung auf der VERD-Eingabemaske nachträglich geändert werden.)

>> Der Mindestabstand der Umlenkbleche sollte nicht kleiner als 20% des Mantelinnendurchmessers sein, jedoch mindestens 50 mm betragen.

Haben Sie für den Manteldurchmesser "Freie Eingabe / Auslegen" gewählt, wählt das Programm während der Berechnung des Wärmeübertragers selbständig einen Mantel aus der Liste aus. Das Auswahlkriterium ist die gewünschte Strömungsgeschwindigkeit in den Rohren. Das Programm geht dabei so vor, dass bei vollständiger Berohrung des Mantels die gewünschte Geschwindigkeit in den Rohren nicht überschritten wird. Die gewünschte Strömungsgeschwindigkeit stellt somit eine Obergrenze für Strömungsgeschwindigkeit in den Rohren dar.

Der Mantel kann nachträglich geändert werden, indem entweder in der Form „Auswahl der Grunddaten ein neuer Mantel gewählt wird, oder in der VERD-Maske der Mantelaußendurchmesser und die Wanddicke eingegeben werden. Auch ist es möglich auf der VERD-Maske die Rohrzahl einzugeben. Das Programm wählt dann aus den hinterlegten Mänteln den Mantel aus, der die eingegebene Rohrzahl aufnehmen kann. Da der Mantel immer vollständig berohrt wird, werden die eingegebene Rohrzahl und die berechnete Rohrzahl in der Regel nicht übereinstimmen. Damit das Programm den nächstgrößeren Mantel wählt, reicht es die Rohrzahl geringfügig zu erhöhen. Soll ein kleinerer Mantel gewählt werden, muss die Rohrzahl deutlich verringert werden.

Wird die Option „Standardwerte“ deaktiviert und eine Rohrzahl eingegeben, ermittelt das Programm genau den für diese Rohrzahl notwendigen Mantelinnendurchmesser. Dies ist in der Regel kein DIN-Mantel, d.h. der Mantel muss gefertigt werden

Bündeltyp

Mit dem Bündeltyp legen Sie die Bauart des rohrseitigen Endkopfes fest. In Verbindung mit der Option "Tema Standard" wird für den jeweiligen Endkopf die Berechnung des Rohrspiegels mit den Werten nach dem TEMA-Standard abgeglichen.

Einbaulage

Die Angabe der Einbaulage ist bei Verdampfungsvorgängen wichtig, da je nach Aufstellungsart des Wärmeübertragers für die thermische Berechnung unterschiedliche Korrelationen verwendet werden müssen.

Gewünschte Strömungsgeschwindigkeit in den Rohren

Die gewünschte Strömungsgeschwindigkeit in den Rohren bestimmt die Wahl des Manteldurchmessers, wenn unter Manteldurchmesser "Freie Eingabe / Auslegen" gewählt wurde.

Das Programm versucht, die gewünschte Strömungsgeschwindigkeit in den Rohren nicht zu überschreiten und wählt den geeigneten Mantel aus der Liste der Mäntel unter "Manteldurchmesser" aus.

Wurde unter Manteldurchmesser ein Mantel ausgewählt, liegen Rohrzahl und somit auch die Strömungsgeschwindigkeit in den Rohren fest, so dass die Angabe der gewünschten Geschwindigkeit in den Rohren keinen Sinn macht und deshalb ausgeblendet wird.

Der Wert für die gewünschte Strömungsgeschwindigkeit in den Rohren kann jederzeit vom Anwender durch einen Klick auf das Eingabefeld überschrieben werden.

Richtwerte für die Strömungsgeschwindigkeit in den Rohren

Medium

Richtgeschwindigkeit [m/s]

Wasser

1,5 - 2,5

Schwere Kohlenwasserstoffe

0,5 - 1,0

Gase 1 bar

20 - 30

Gase 70 bar

5 - 10

Gase im Vakuum

bis 70

Werkstoff

Max. Strömungsgeschwindigkeit für Kühlwasser in den Rohren [m/s]

SF-Cu

1,4

Cu Zn 28 Sn

1,8

Cu Zn 20 Al

2,2

Cu Ni 30 Fe

3,0

Cr Ni - Stähle

3,5

C - Stähle

3,5

(Quelle: Walter Wagner, Wärmeübertrager)

Nach oben ist die Strömungsgeschwindigkeit infolge von Kavitation und Erosionserscheinungen begrenzt. Um Erosion in den Ein- und Austrittsbereichen zu vermeiden, sollte zusätzlich zur Geschwindigkeit auch das Produkt aus Dichte und quadrierter Fluidgeschwindigkeit    geprüft werden. Dieser dynamische Druck berücksichtigt den Einfluss der Fluidmasse.

Das Produkt   in den Rohren sollte bei Flüssigkeiten den Wert von 9000 kg/(m·s2) nicht überschreiten.


Gewünschte Strömungsgeschwindigkeit im Mantelraum

Die gewünschte Strömungsgeschwindigkeit im Mantelraum dient zur Ermittlung des Segmentblech-Abstandes. Wenn Sie die Option "Tema-Standard" gewählt haben, wird der sich ergebende Wert gegen die Grenzen nach Tema geprüft und bei Bedarf korrigiert.

Der Wert für die gewünschte Strömungsgeschwindigkeit im Mantelraum kann jederzeit vom Anwender durch einen Klick auf das Eingabefeld überschrieben werden.

Richtwerte für die Strömungsgeschwindigkeit im Mantel

Medium

Richtgeschwindigkeit [m/s]

Wasser

1,0 - 1,5

Schwere Kohlenwasserstoffe

0,5 - 1,0

Gase 1 bar

20 - 30

Gase 70 bar

5 - 10

Gase im Vakuum

bis 70

Nach oben ist die Strömungsgeschwindigkeit infolge von Schwingungen, Kavitation und Erosions-erscheinungen begrenzt. Um Erosion in den Ein- und Austrittsbereichen zu vermeiden, sollte zusätzlich zur Geschwindigkeit auch das Produkt aus Dichte und quadrierter Fluidgeschwindigkeit ρ·v² geprüft werden. Dieser dynamische Druck berücksichtigt den Einfluss der Fluidmasse.

Maximalwerte für das Produkt ρ·v² auf der Mantelseite (TEMA Standard)

Maximalwerte für das Produkt ρ·v² [kg/((m·s)²]

Mantelseite Eintritt

ohne Prallblech

nicht erosive und nicht korrosive einphasige Fluide

< 2250 1)

Alle anderen Flüssigkeiten sowie Flüssigkeiten am Siedepunkt

< 750 1)

mit Prallblech

 

< 6000 2)

Austritt

 

 

< 6000 2)

1) Geschwindigkeit bezieht sich auf die Geschwindigkeit im Stutzen

2) Geschwindigkeit bezieht sich auf die Geschwindigkeit in der ersten Rohrreihe

Für alle anderen Gase und Dämpfe sowie alle gesättigten Dämpfe und für Flüssigkeit-Gas-Gemische ist ein Prallblech am Eintritt vorzusehen.

Auswahl der Medien

Das rohr- und mantelseitige Medium wird durch Öffnen der Pull-Down Menüs und Anklicken der gewünschten Stoffe gewählt. Der Phasenzustand der Medien, "flüssig, gasförmig, der für die Berechnung des Wärmeübergangs von Bedeutung ist, wird automatisch gesetzt. Die Werte für die gewünschten Strömungsgeschwindigkeiten in den Rohren und im Mantelraum werden an den Phasenzustand angepasst.

Bei Wahl von "Freier Eingabe", „Kältemittel“, "Proper" und "STAB" (vom Anwender erstellte Stoffwerttabellen) für das Heizmedium muss der Phasenzustand vom Anwender angegeben werden. Die Werte für die gewünschten Strömungsgeschwindigkeiten in den Rohren und im Mantelraum werden dann an den Phasenzustand angepasst.

Bei Wahl von "Freier Eingabe" für das zu verdampfende Medium oder das Heizmedium müssen die jeweiligen Stoffwerte von Hand eingegeben werden

(siehe:  "Handeingabe von Stoffwerten "Freie Eingabe"").

Das Grundpaket VERD verfügt über verschiedene Einzelstoffwert-Module:

Wasser

Luft

NH3  / NH3 Kondensation

Meerwasser

Erdgas L und H

Oel (Maschinenöle)

Sattdampf (Kondensation)

Erdgas (freie Eingabe)

Thermalöl

Glykol-Wasser-Gemische

Rauchgase

Kältemittel

Freie Eingabe

 

 

Diese Liste ist durch Einfügen weiterer Stoffwertmodule, die nicht im Grundpaket enthalten sind, erweiterbar. Außerdem kann das LV Stoffdaten-Programm 'PROPER' (sofern erworben) eingebunden werden, dessen Datenbank über 800 Stoffe enthält.

PROPER liefert die Stoffdaten von reinen Stoffen und Stoffgemischen. Die freie Eingabe von Stoffwerten mit Hilfe des Moduls S-DAT ist möglich. Wurden beide Medien mit dem Menüpunkt "Grunddaten" vorgewählt, werden die Stoffwerte automatisch mit den entsprechenden Modulen berechnet (z.B. Wasser, Luft, Erdgas). Eine Ausnahme bilden die feuchten Gase, deren Stoffwerte mit Hilfe des HX-Moduls (nicht im  Grundpaket enthalten) erzeugt werden müssen.

Optionen der Berechnung

Rohrmaterial

Bei der Verdampfung im Mantelraum (Behältersieden) werden die Stoffdaten der Verdampferrohre in Form der Wärmeeindringzahl ‚b‘ berücksichtigt

Bei der Verdampfung in den Rohren (Strömungssieden, Nucleate boiling in pipe flow) werden die Stoffdaten der Verdampferrohre nicht benötigt.

In der Auswahlbox „Rohrmaterial“ sind für einige gängige Rohrmaterialien die Stoffwerte hinterlegt.

λ        Wärmeleitfähigkeit [W/(m·K)]

ρ       Dichte [kg/m³]

cp      Spezifische Wärmekapazität [J/(kg·K)]

Verwenden Sie Verdampferrohre aus einem anderen Material, so wählen Sie „Freie Eingabe“. In diesem Fall sind die Stoffdaten der Verdampferrohre in der VERD-Eingabemaske einzutragen.

Sie können auch ihre eigenen Materialdaten hinterlegen. Wählen Sie „Rohrmaterial speichern“ um einen neuen Datensatz anzulegen.

Geben Sie hier Name, Wärmeleitfähigkeit [W/(m·K)], Dichte [kg/m³] und die Spezifische Wärmekapazität [J/(kg·K)] ein. Die Daten stehen jetzt im Programm zur Verfügung.

Segmentumlenkbleche

Standardmäßig werden in VERD Segmentumlenkbleche berechnet. Die Fenstergröße sollte zwischen 15% und 40 % des Mantelinnendurchmessers betragen.

 

 

Umlenksegment bei voller Berohrung

 

 

 

 

Umlenksegment bei Teilberohrung

(Keine Rohre in den Fenstern)

 

 

Abstand der Umlenkbleche

Der Abstand der Umlenkbleche wird gemäß der gewünschten Strömungsgeschwindigkeit im Mantelraum vom Programm berechnet (siehe: . Dabei wird zuerst der Abstand zwischen dem Rohrboden und dem 1. Umlenkblech gleich dem Abstand der Umlenkbleche gesetzt (siehe Abstand Rohrboden - 1.Umlenkblech vorgeben). Gewünschte Strömungsgeschwindigkeit im Mantelraum

Der Abstand der Umlenkbleche kann nachträglich in der VERD-Maske eingegeben werden.

Keine Rohre in den Fenstern

Mit der Option 'Keine Rohre in den Fenstern' wird ein Rohrspiegel erzeugt, bei dem die Fensterzonen nicht berohrt sind. (siehe  Segmentumlenkbleche)

Anwendungsfälle:

·          Vermeidung von Rohrschwingungen

·          Die freie Rohrlänge wird auf den Abstand der Umlenkbleche reduziert. In der Fensterzone beträgt die freie Rohrlänge zweimal den Abstand der Umlenkbleche.

·          Deutliche Reduzierung des Druckverlustes in den Fensterzonen

Mantel ohne Umlenkbleche

Mit der Option "Mantel ohne Umlenkbleche" können Rohrbündel-Wärme­übertrager ohne Umlenkbleche im Mantelraum berechnet werden. Im Gegensatz zum Doppelrohr-Wärmeübertrager, der nur aus einem äußeren und einem inneren Rohr besteht, wird bei 'Mantel ohne Umlenkbleche" ein Rohrbündel vorausgesetzt.

TEMA Standard

Die Option "TEMA Standard" bewirkt, dass die nach TEMA spezifizierten Abmessungen bei der Berechnung eingehalten werden. Diese Werte können durch Aufrufen des Moduls TEMA aus der Maske eingesehen werden. Mit Auswahl des Bündeltyps liegt auch der Mindestabstand Bündel - Mantel über den TEMA-Code fest.

Doppelrohr-Wärmeübertrager

Die Option "Doppelrohr-Wärmeübertrager" ermöglicht die Berechnung eines Wärmeübertragers, der aus einem inneren und äußeren Rohr besteht. Das Innenrohr und das Mantelrohr können aus den Auswahlfeldern auf der linken Seite gewählt und später auf der VERD-Maske nachträglich geändert werden.


Rohrspiegelbibliothek

Mit dem Button "Rohrspiegelbibliothek" können Sie die Werte eines von Ihnen erstellten Rohrspiegels aus Ihrer Rohrspiegelbibliothek in das Programm übernehmen. Nach Betätigung dieses Buttons erscheint eine Tabelle, in der Sie den gewählten Rohrspiegel anklicken müssen.

Durch Anklicken von "Rohrspiegel laden" übernehmen Sie die Werte aus dem Rohrspiegel. Mit "Bearbeitung beenden " gelangen Sie zurück in das Grunddaten-Menü. Bereits gewählte Größen wie z.B. der Rohr- oder Manteldurchmesser werden durch diese Datenübernahme überschrieben.

>> Die Erstellung, die Bearbeitung und das Speichern des Rohrspiegels in der Rohrspiegel-Bibliothek ist nur im Modul SPIE möglich.

 

Nach beendeter Gunddatenauswahl bestätigen Sie Ihre Wahl mit "OK". Es öffnet sich eine weitere Auswahlform.

Visual VERD

Durch einen Klick auf den entsprechenden Button legen Sie die Anzahl der rohrseitigen Durchgänge und den Bündeltyp fest. Bereits hier können die Systemdaten (Temperaturen, Drücke, Massenströme bzw. Wärmeleistung) vorgeben werden. Diese Werte können aber auch in die VERD-Grundmaske eingegeben werden.

Auswahl der rohrseitigen Durchgänge und des Bündeltyps


TIPP  zur Einheitenumwandlung

 

Mit einem Klick auf die Einheit wird die Einheitenumwandlung aktiviert.

Tragen Sie die Werte in den Einheiten ein, die Ihnen vorliegen z.B. den Massenstrom in kg/h.

Der Eingabewert wird sofort in die anderen dargestellten Einheiten umgerechnet. Die mit einem Punkt markierte Einheit wird auf der Form und später im Ausdruck verwendet.

 

Bestätigen Sie die Eingabe mit 'ENTER'.

 

VERD Eingabemaske und Menü "Grundeingaben"

Von der VERD-Eingabemaske steuert der Anwender den Ablauf seiner Berechnung. Von hier aus kann er in alle anderen Module wechseln.

In der VERD-Eingabemaske sind alle notwendigen Eingabemöglichkeiten zur Berechnung eines Verdampfers zusammengefasst. Die Eingabe­werte erscheinen auch in den Eingabemasken der entsprechenden Kapitel. Dort können sie ebenfalls eingegeben oder verändert werden, da die Kapitel untereinander verbunden sind.

In die Eingabemasken der einzelnen Kapitel gelangt man über das bereits im Programmsystem Atlas beschriebenen Menü "Atlas" / "Kapitel".

VERD besitzt speziell das Menü "GRUNDEINGABEN"

Eingabemaske und Menü "Grundeingaben"

Auswahl der Grunddaten

Über diesen Menüpunkt gelangen Sie wieder zurück in die Auswahlform "Auswahl der Grunddaten" und können dort die Rohre und die Rohrteilung ändern oder einen neuen Mantel wählen.

Spezifikationsblatt

Mit diesem Menüpunkt ist die Ausgabe eines Spezifikationsblattes für eine abgeschlossene Berechnung in EXCEL möglich. EXCEL muss dazu installiert sein!

Die Sprache Deutsch, Englisch oder Französisch wählen Sie – sofern erworben - über das Menü „Sprache“ im Programm.

Kundendokumentation (KUDO)

Über das Menü KUDO wird ein Datenblatt des Wärmeübertragers erzeugt, das im Vergleich zur WTS-Eingabemaske deutlich weniger Einträge enthält und für die Angebotsphase hilfreich ist. Diese eingeschränkte Dokumentation zeigt neben den Leistungsdaten nur noch wenige Geometriedaten, wie z.B. Manteldurchmesser und Rohrlänge.

Rohrspiegel einfrieren / editieren

Wird ein Rohrspiegel aus der Rohrspiegelbibliothek geladen, so ist dieser stets eingefroren, d.h. die geometrischen Größen des Wärmeübertragers sind fest und können weder auf der Eingabemaske überschrieben noch durch das Programm neu berechnet werden; die entsprechenden Felder auf der Eingabemaske sind hellgrau hinterlegt.

Wird eine Änderung dieser gesperrten Größen gewünscht, so muss der Rohrspiegel zum Editieren freigegeben werden. Dies erfolgt durch Anklicken des Menüpunktes Rohrspiegel einfrieren / editieren.

Standardwerte

Ist die Option aktiviert (gekennzeichnet durch ein Häkchen), greift VERD bei der Auslegung eines Wärmeübertragers auf vorgewählte Abmessungen und auf Standardwerte zurück. Wird bei der Optimierung eines Wärmeübertragers z.B. die Rohrzahl vom Anwender neu eingegeben, wählt VERD den Mantel aus, in dem diese Anzahl von Rohren gerade noch untergebracht werden kann.

Wird die Option deaktiviert und die Rohrzahl nun neu eingegeben, berechnet VERD genau den Mantelinnendurchmesser, der sich für diese Rohrzahl ergibt. Wir die Option wieder aktiviert, erfolgt automatisch eine Neuauslegung des Wärmeübertragers, wobei VERD wieder auf einen hinterlegten Standardmantel zurückgreift.

Rohrspiegel anzeigen

Der aktuelle Rohrspiegel wird im Grafik-Fenster angezeigt. Änderungen in der Eingabemaske werden dynamisch in der Grafik nachgeführt.

Alpha in den Rohren vorgeben

Soll der Wärmeübergangskoeffizient in den Rohren nicht von VERD berechnet werden, sondern ist aus anderen Quellen bekannt (z.B. aus Messungen), kann dieser Wert nach Anklicken der Option „Alpha in den Rohren vorgeben“ in das Feld „Wärmeübergangskoeffizient (innen)“ auf der VERD-Eingabemaske eingetragen werden. 

Die Maske „Variable freimachen“ erscheint in diesem Fall nicht, d.h. es wird nicht auf eine abhängige Größe wie z.B. den Rohrdurchmesser, die Rohrzahl, die Strömungsgeschwindigkeit etc. zurückgerechnet. Durch erneutes Anklicken der Option „Alpha in den Rohren vorgeben“ wird der Wärmeübergangskoeffizient in den Rohren wieder von VERD berechnet.

Alpha um die Rohre vorgeben

Soll der Wärmeübergangskoeffizient um die Rohre nicht von VERD berechnet werden, sondern ist aus anderen Quellen bekannt (z.B. aus Messungen), so kann dieser Wert nach Anklicken der Option „Alpha um die Rohre vorgeben“ in das Feld „Wärmeübergangskoeffizient (außen)“ auf der VERD-Eingabemaske eingetragen werden.

Die Maske „Variable freimachen“ erscheint in diesem Fall nicht, d.h. es wird nicht auf eine abhängige Größe wie z.B. Abstand der Umlenkbleche, Anzahl der Umlenkbleche etc. zurückgerechnet. Durch erneutes Anklicken der Option „Alpha um die Rohre vorgeben“ wird der Wärmeübergangskoeffizient um die Rohre wieder von VERD berechnet.

Abstand Rohrboden - 1.Umlenkblech vorgeben

Vor Eingabe der Mantelstutzen wird der Abstand Rohrboden – 1. Umlenkblech gleich dem Abstand der Umlenkbleche gesetzt. Nach Eingabe der Stutzendurchmesser wird überprüft, ob der Abstand zwischen dem Rohrboden und dem ersten Umlenkblech kleiner als der Stutzendurchmesser plus einer vom Stutzendurchmesser und vom Manteldurchmesser abhängigen Abklinglänge ist. Ist dies der Fall, wird der Abstand Rohrboden – 1. Umlenkblech automatisch vergrößert.

Damit wird vermieden, dass sich das erste bzw. das letzte Umlenkblech unter dem Ein- bzw. Austrittsstutzen befindet. Die Vergrößerung des Abstandes wird bei der Berechnung des Wärmeübergangskoeffizienten über die Endraumkorrektur berücksichtigt. Dies kann zu einer nachträglichen Korrektur der erforderlichen Länge bzw. der Flächenreserve (s. Beurteilung des Verdampfers über die Flächenreserve) führen.

Der Abstand Rohrboden – 1. Umlenkblech kann auch eingeben werden, solange er größer als der Abstand der Umlenkbleche bzw. größer als der Stutzendurchmesser plus Abklinglänge ist. Kleinere Werte werden standardmäßig nicht angenommen.

Wird die Option „Abstand Rohrboden – 1. Umlenkblech vorgeben“ aktiviert, wird jeder positive Wert akzeptiert, auch wenn er kleiner als der Stutzendurchmesser ist. Der Abstand der Umlenkbleche wird dann immer berechnet, d. h. er kann nicht eingegeben werden (das Eingabefeld ist gesperrt). Der Abstand der Umlenkbleche muss dann über die Anzahl der Umlenkbleche eingestellt werden.


Stoffwerte und Wärmebilanz

Handeingabe von Stoffwerten "Freie Eingabe"

Wird in der Form „Auswahl der Grunddaten“ für eines der Medien „Freie Eingabe“ gewählt, so müssen die Stoffdaten für dieses Medium von Hand eingegeben werden. Dafür steht das Modul SDAT zur Verfügung.

Nach Eingabe der Eintritts- und Austrittstemperatur sowie des Druckes wechselt das Programm in das Modul SDAT. Der Druck und die mittlere Temperatur wurden bereits in das Datenblatt eingetragen.

Benötigte Daten

Flüssigkeiten und Gase (einphasige Medien)

Für die Berechnung des Wärmeübergangs und des Druckverlustes werden bei Flüssigkeiten und Gasen sowohl die Stoffwerte bei mittlerer Temperatur als auch bei Wandtemperatur benötigt. Beim ersten Aufruf von SDAT ist die Wandtemperatur jedoch noch nicht bekannt.

Geben Sie deshalb zuerst nur die Stoffwerte für die mittlere Temperatur ein. Nach vollständiger Dateneingabe wechselt das Programm wieder selbständig in die VERD-Maske. Nachdem die Wand-temperatur berechnet wurde, wechseln Sie wieder über das Symbol „SDAT“ in das SDAT-Modul und tragen Sie die Stoffwerte bei Wandtemperatur nach.

Werden die Stoffwerte bei Wandtemperatur nicht eingetragen, werden bei der Berechnung des Wärmeübergangs und des Druckverlustes die Stoffwerte bei Wandtemperatur durch die Stoffwerte bei mittlerer Temperatur ersetzt. Die Genauigkeit der Berechnung nimmt in diesem Fall jedoch ab. Insbesondere bei viskosen Medien wie Ölen können dann größere Fehler auftreten.

Verdampfung von reinen Stoffen

Bei der Verdampfung von reinen Stoffen werden die Stoffwerte des Dampfes und der Flüssigkeit bei Siedetemperatur sowie der kritische Druck und die Molmasse benötigt.

Bei Verdampfung im waagerechten Rohr werden zusätzlich noch die Stoffdaten des Dampfes und der Flüssigkeit bei 10% des kritischen Druckes benötigt.

Kondensation von reinen Stoffen

Bei der Kondensation von reinen Stoffen werden die Stoffwerte des Dampfes und des Kondensates bei Kondensationstemperatur benötigt.

Nachdem das Datenblatt vollständig ausgefüllt wurde, wechselt das Programm wieder in die VERD-Maske. Wurde für die Rohr- und die Mantelseite jeweils „Freie Eingabe“ gewählt, werden zwei SDAT-Module angelegt.


Allgemeine Wärmebilanz und Werteeingabe

Wärmebilanz

Der erste Block auf der VERD-Maske enthält die Angaben über die Mengen, Drücke und Temperaturen der beiden Medien.

Beginnen Sie bei der Dateneingabe auf der Verdampfungsseite. Bei dem zu verdampfenden Medium ist entweder die Eingabe des Druckes (Siededruck) oder der mittleren Temperatur (Siedetemperatur) notwendig, der korrespondierende Wert auf der Dampfdruckkurve (Siedetemperatur oder Siededruck) wird jeweils vom Programm ermittelt.

Die Ein - und Austrittstemperatur wird vom Programm auf einen Wert gesetzt, der um 0,01 °C kleiner bzw. größer ist als die mittlere Temperatur (Siedetemperatur).


Typische Foulingwiderstände

Foulingwiderstände für Wasser in Rohrbündelwärmeübertragern (m²K/W)

Temperatur des Heizmediums

unter 120°C

120–200°C

Wassertemperatur

unter 50°C

über 50°C

 

Strömungsgeschwindigkeit

Strömungsgeschwindigkeit

Kühlwasser

≤ 1 m/s

> 1 m/s

≤ 1 m/s

> 1 m/s

Meerwasser

0,00009

0,00009

0,00018

0,00018

Brackwasser

0,00035

0,00018

0,00053

0,00035

Kühlkreislauf:

 

 

 

 

 aufbereitet

0,00018

0,00018

0,00035

0,00035

 unbehandelt

0,00053

0,00053

0,00090

0,00075

Stadtwasser

0,00018

0,00018

0,00035

0,00035

Flusswasser:

 

 

 

 

 sauber

0,00035

0,00018

0,00053

0,00035

 normal

0,00053

0,00035

0,00070

0,00053

Abwasserkanal

0,00141

0,00090

0,00175

0,00141

trübes oder schlammiges Wasser

0,00053

0,00035

0,00075

0,00053

besonders hartes Wasser

0,00053

0,00053

0,00090

0,00090

Motorkühlwasser

0,00018

0,00018

0,00018

0,00018

destilliertes Wasser oder Kondensat

0,00009

0,00009

0,00009

0,00009

aufbereitetes Kesselspeisewasser

0,00018

0,00009

0,00018

0,00018

Dampferzeuger Abschlämmung

0,00035

0,00035

0,00035

0,00035

Kühlwasser

Foulingwiderstand

Quenchwasser

0,00045

Polyphosphatbehandlung

0,00015

Säurebehandlung

0,00008

kalte Sole

0,0002–0,00033

wässrige Salzlösungen

0,0002–0,00033

© Springer Verlag Berlin Heidelberg 2013


TEMA Foulingwiderstände für Fluide in der erdölverarbeitenden Industrie (m²K/W)

Rohöl und Vakuumkolonne

a) gasförmig

Vakuumkolonne Kopfprodukt

0,00035

Normaldruckkolonne Kopfprodukt

0,00018

leichte Naphthas

0,00018

b) flüssig

 Rohöl (entsalzt bei 120°C, rohrseitige Geschwindigkeit > 1.3 m/s)

             T < 120°C

0,00035 – 0,0007

120°C <T < 175°C

0,00053 – 0,0007

175°C < T < 230°C

0,00070 – 0,00088

230°C < T

0,00088 – 0,0011

Leichtbenzin

0,00018

Kerosin

0,00035

schweres Gasöl

0,00035 – 0,00053

Benzin

0,00035 – 0,00053

leichtes Gasöl

0,00053 – 0,00088

schweres Dieselöl

0,00088 – 0,0012

Vakuumkolonne Sumpfprodukt

0,0018

Normaldruckkolonne Sumpfprodukt

0,0012

Kracken und Verkoken

Sumpfprodukt (u>1.5 m/s)

0,00053

leichtes Kreislauföl

0,00035–0,00053

leichtes Kokergasöl

0,00053–0,0007

niedrigsiedende Flüssigprodukte

0,00053

gasförmiges Kopfprodukt

0,00035

schweres Kreislauföl

0,00053–0,0007

schweres Kokergasöl

0,0007–0,00088

Reformieren, Steamcracken, katalytische Hydrierung

Reformer Einsatzmaterial

0,00027

Reformer Produkt (l)

0,00027

Steamcracker Einsatzmaterial und Produkt

≥ 0,00035

katalytische Hydrierung Feed und Produkt

≥ 0,00035

Umlaufgas

0,00018

Kopfprodukt (g)

0,00018

Flüssigprodukt spez. Gewicht > 50°API

0,00018

Flüssigprodukt 30°API-50°API

0,00035


TEMA Foulingwiderstände für Fluide in der erdölverarbeitenden Industrie (m²K/W)

niedrigsiedende Prozessströme

Kopfprodukt (g)

0,00018

Flüssigprodukt

0,00018

Alkylierung

0,00035

Absorptionsöle

0,00035–0,00053

Sumpfprodukte

0,00035–0,00053

Visbreaker

Kopfprodukt (g)

0,00053

Sumpfprodukt

0,00176

Katalytischer Hydrofiner

Einsatz

0,0007–0,00088

Ablauf

0,00035

H.T. Splitter (Kopf)

0,00035

Flüssigprodukte

0,00035

Stripper Einsatz

0,00053

Naphtha Hydrofiner

Einsatz

0,00053

Ablauf

0,00035

Naphthas

0,00035

Kopfprodukt

0,00025

Alkylierungsanlage, Debutanizer, Depropanizer

Einsatz

0,00018

Kopfkondensator

0,00018

Produktkühler

0,00018

Produkt-Rücklaufverdampfer

0,00035

Reaktoreinsatz

0,00035

Schmieröl-Aufbereitung

Lösungsmittel-Öl-Mischung

0,00035

Kopfkondensator

0,00018

Raffinat

0,00018

Teer

0,00053–0,00088

Lösungsmittel

0,00018

Entschwefelung

Kopfprodukt

0,00018

Kühler

0,00028

Rücklaufverdampfer

0,00028

© Springer Verlag Berlin Heidelberg 2013


Foulingwiderstände für verschiedene Fluide (m²K/W)

Öle:

Heizöl No.2

0,00035

Heizöl No.6

0,00088

Transformatoröl

0,00018

Schmieröl

0,00018

Hydrauliköl

0,00018

Quenchöl

0,0007

Pech

0,0008

Teer

0,0009

Pflanzenöl

0,00053

Gase und Dämpfe:

Wasserdampf (ölfrei)

0,0000

Wasserdampf (ölhaltig)

0,00018

Kältemitteldämpfe (ölhaltig)

0,00035

Alkoholdämpfe

0,0000

organische Dämpfe

0,00009

Ammoniak

0,00018

Kohlendioxid

0,00035

Rauchgas (Kohle)

0,00018

Rauchgas (Erdgas)

0,00018–0,00035

Diesel-Abgas

0,0018

Synthese-Gas

0,0018

Druckluft

0,00018–0,00035

Erdgas

0,00018

Stickstoff

0,00018–0,00035

stabile Kopfprodukte

0,00018–0,00035

Foulingwiderstände für verschiedene Fluide (m²K/W)

Flüssigkeiten:

Kältemittel

0,00010–0,00018

organische Wärmeträger

0,00018–0,00035

Ammoniak (ölfrei)

0,00018

Ammoniak (ölh.)

0,00053

Methanollösungen

0,00035

Äthanollösungen

0,00035

Glykollösungen

0,00035

LPG, LNG

0,00018–0,00035

MEA- und DEA-Lösungen

0,00035

DEG- und TEG-Lösungen

0,00035

stabile Seitenströme

0,00018–0,00035

stabile Sumpfprodukte

0,00018–0,00035

Laugen

0,00035

Schwarzlauge

0,0007–0,0014

© Springer Verlag Berlin Heidelberg 2013


Foulingwiderstände für den Wärmeübergang von Verbrennungsgasen an berippten Heizflächen in m²K/W

Brennstoff

Foulingwiderstand

[m²K/kW]

Strömungsgeschwindigkeit

[m/s]

Erdgas

0,00009 bis 0,00053

30 bis 40

Propan

0,00018 bis 0,00053

 

Butan

0,00018 bis 0,00053

 

Sauberes Turbinengas

0,00018

 

Mäßig sauberes Turbinengas

0,00027 bis 0,0005

25 bis 30

Leichtes Öl

0,00036 bis 0,0007

 

Dieselöl

0,00053

 

Schweres Öl

0,00053 bis 0,00124

18 bis 24

Rohöl

0,0007 bis 0,0027

 

Kohle

0,00089 bis 0,00885

15 bis 21

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Normierte Daten

Normierte Daten

Der zweite Block enthält Daten zur normierten Wärmestromdichte q0 und zum normierten Wärmeübergangs-koeffizienten a0 sowie Stoffdaten für das zu verdampfende Medium bei 10% des kritischen Druckes. Diese Stoffdaten bei 10% des kritischen Druckes werden nur bei der Verdampfung in horizontalen Rohren benötigt.

Die Werte für die normierte Wärmestromdichte q0 und den normierten Wärmeübergangskoeffizienten α0  sind für eine Vielzahl von Stoffen in einer Tabelle hinterlegt, die Sie aus dem Programm über F3 aufrufen können. Klicken Sie auf das Feld für den normierten Wärmeübergangskoeffizienten α0 und drücken dann die Taste F3.

Normierte Wärmeübergangskoeffizienten α0 für Stoffe, die nicht in dieser Tabelle enthalten sind, können mit dem Modul HABA aus den kritischen Daten der Stoffe berechnet werden. Der Aufruf des Moduls 'HABA' erfolgt über 'Atlas' + 'Kapitel' + 'Suchbegriff: HABA'.

Bei Verwendung des PROP-Modules für die Berechnung der Stoffwerte wird der normierte Wärmeübergangskoeffizient a0 automatisch mit dem Modul 'HABA' berechnet.


Normierte Wärmeübergangskoeffizienten α0 bei Verdampfung in den Rohren

Wärmeübergangskoeffizienten α0 und Normierungswerte der Wärmestromdichte bei Verdampfung in den Rohren

 


Wärmeübergangskoeffizienten α0 bei p0* = 0,1, Ra0 = 1 · 10-6 m und Normierungswerte der Wärmestromdichte q0.

Stoff

Formel

Pc
bar

M
kg/kmol

q0

W/m²

α0
W/m²K

Methan

CH4

46,0

16,04

20000

8060

Ethan

C2H6

48,8

30,07

20000

5210

Propan

C3H8

42,4

44,10

20000

4000

n-Butan

C4H10

38,0

58,12

20000

3300

n-Pentan

C5H12

33,7

72,15

20000

3070

Isopentan

C5H12

33,3

72,15

20000

2940

n-Hexan

C6H14

29,7

86,18

20000

2840

n-Heptan

C7H16

27,3

100,20

20000

2420

Cyclohexan

C6H12

40,8

84,16

20000

2420

Benzol

C6H6

48,9

78,11

20000

2730

Toluol

C7H8

41,1

92,14

20000

2910

Diphenyl

C12H10

38,5

154,21

20000

2030

Methanol

CH4O

81,0

32,04

20000

4980

Ethanol

C2H6O

63,8

46,07

20000

3690

n-Propanol

C3H8O

51,7

60,10

20000

3170

Isopropanol

C3H8O

47,6

60,10

20000

2920

n-Butanol

C4H10O

49,6

74,12

20000

2750

Isobutanol

C4H10O

43,0

74,12

20000

2940

Aceton

C3H6O

47,0

58,08

20000

3270



Wärmeübergangskoeffizienten α0 bei p0* = 0,1, Ra0 = 1 · 10-6 m und Normierungswerte der Wärmestromdichte q0.

Stoff

Formel

Pc
bar

M
kg/kmol

q0

W/m²

α0
W/m²K

Fluortrichlormethan

CFCl3

(R 11)

44,0

137,37

20000

2690

Difluordichlormethan

CF2Cl2

(R 12)

41,6

120,91

20000

3290

Trifluorchlormethan

CF3Cl

(R 13)

38,6

104,47

20000

3910

Trifluorbrommethan

CF3Br

(R 13B1)

39,8

148,93

20000

3380

Difluorchlormethan

CHF2Cl

(R 22)

49,9

86,47

20000

3930

Trifluormethan

CHF3

(R 23)

48,7

70,02

20000

4870

Trifluortrichlorethan

C2F3Cl3

(R 113)

34,1

187,38

20000

2180

Tetrafluordichlorethan

C2F4Cl2

(R 114)

32,6

170,92

20000

2460

Pentafluorchlorethan

C2F5Cl

(R 115)

31,3

154,47

20000

2890

1.1- Dichloro-2.2.2-trifluoroethan

C2HCl2F3

(R 123)

36,7

152,93

20000

2600

1.1.1.2- Tetrafluoroethan

C2H2F4

(R 134a)

40,6

102,03

20000

3500

I.1-Difluoroethan

C2H4F2

(R 152a)

45,2

66,05

20000

4000

Hexafluorochloropropan

C3HF6Cl

(R 226)

30,6

186,48

20000

3700

Heptafluoropropan

C3HF7

(R 227ea)

29,3

170,03

20000

3800

Cyclooctafluorobutan

C4F8

(RC 318)

28,0

200,03

20000

2710

Chlorodifluoromethan/ Chloropentafluoroethan-Azeotrop

CHF2Cl
C2F5Cl

(R 502)

40,8

111,6

20000

2900


Wärmeübergangskoeffizienten α0 bei p0* = 0,1, Ra0 = 1 · 10-6 m und Normierungswerte der Wärmestromdichte q0.

Stoff

Formel

Pc
bar

M
kg/kmol

q0

W/m²

α0
W/m²K

Chloromethan

CH3Cl

66,8

50,49

20000

4790

Tetrachloromethan

CCl4

45,6

153,82

20000

2320

Tetrafluoromethan

CF4

37,4

88,0

20000

4500

Helium I

He

2,275

4,0

1000

2000

Wasserstoff (Para)

H2

12,97

2,02

10000

1220

Neon

Ne

26,5

20,18

10000

8920

Stickstoff

N2

34,0

28,02

10000

4380

Argon

Ar

49,0

39,95

10000

3870

Sauerstoff

O2

50,8

32,0

10000

4120

Wasser

H2O

220,64

18,02

150000

25580

Ammoniak

NH3

113,0

17,03

150000

36640

Kohlendioxid

CO2

73,8

44,01

150000

18890

Schwefelhexafluorid

SF6

37,6

146,05

150000

12230

© Springer Verlag Berlin Heidelberg 2013


Normierte Wärmeübergangskoeffizienten α0 bei Verdampfung im Mantelraum

Wärmeübergangskoeffizienten α0 (bei p0*, q0. Ra,0)  für 57 Fluide beim Blasensieden an einzelnen horizontalen Cu-Rohren bei Verdampfung im Mantelraum

Fluid

Formel

Krit. Druck

α0

 

 

Pc

α0,exp

bar

W/(m²K)

Methan

CH4

45.99

7200

Ethen

H2C=CH2

50.42

4200

Ethan

CH3CH3

48.72

4600

Propen

H2C=CHCH3

45.55

4200

Propan

CH3CH2CH3

42.51

4300

n-Butan

C4H10

37.96

3600

i-Butan

C4H10

36.29

3700

n-Pentan

C5H12

33.70

3300

i-Pentan

C5H12

33.78

3200

n-Hexan

C6H14

30.34

3200

Cyclohexan

C6H12

40.75

3000

n-Heptan

C7H16

27.36

2900

Benzol

C6H6

48.94

2900

Toluol

C7H8

41.26

2800

Diphenyl

C12H10

38.47

2100

Methanol

CH3OH

82.16

5150

Ethanol

CH3CH2OH

61.31

4350

n-Propanol

CH3CH2CH2OH

50.50

3750

2-Propanol

CH3CHOHCH3

47.60

3950

n-Butanol

CH3CH2CH2CH2OH

44.10

2600

i-Butanol

CH3CH3CHCH2OH

42.95

4500

2-Butanol

CH3CHOHCH2CH3

41.94

3400

Acetaldehyd

CH3CHO

55.50

3500

Aceton

CH3COCH3

47.0

3300


Fluid

Formel

ASHRAE

Krit. Druck

α0

 

 

 

Pc

α0,exp

bar

W/(m²K)

Trifluormethan

CHF3

R23

48.32

4800

Difluormethan

CH2F2

R32

57.82

5000

Pentafluorethan

CHF2CF3

R125

36.18

4400

1,1,1,2-Tetrafluorethan

CH2FCF3

R134a

40.59

4200

1,1,1-Trifluorethan

CH3CF3

R143a

37.61

4700

1,1-Difluorethan

CH3CHF2

R152a

45.17

4600

2,3,3,3-Tetrafluorprop-1-en

H2C=CFCF3

R1234yf

32.18

3000

Heptafluorpropan

CHF2CF2CF3

R227ea

29.25

4100

R125/R143a, azeotrop

(s. R125 & R143a)

R507

37.05

4200

Cyclooctafluorbutan

C4F8

RC318

27.78

4200

Tetrafluormethan

CF4

R14

37.50

4750

1,1-Dichlor-2,2,2-trifluorethan

CHCl2CF3

R123

36.62

3000

Fluortrichlormethan

CFCl3

R11

44.08

2800

Difluordichlormethan

CF2Cl2

R12

41.36

4000

Trifluorchlormethan

CF3Cl

R13

38.79

3900

Trifluorbrommethan

CF3Br

R13B1

39.70

3500

Difluorchlormethan

CHF2Cl

R22

49.90

3900

Trifluortrichlorethan

CF2ClCFCl2

R113

33.92

2650

Tetrafluordichlorethan

CF2ClCF2Cl

R114

32.57

3800

Pentafluorchlorethan

CF2ClCF3

R115

31.29

4200

R22/R115, azeotrop

(s. R22 & R115)

R502

40.17

3300

Fluid

Formel

Krit. Druck

α0

 

 

Pc

α0,exp

bar

W/(m²K)

Chlormethan

CH3Cl

66.79

4400

Tetrachlormethan

CCl4

45.60

3200

Schwefelhexafluorid

SF6

37.55

3700

Wasser

H2O

220.64

5600

Ammoniak

NH3

113.33

7000

Sauerstoff

O2

50.43

9500

Stickstoff

N2

33.96

10000

Kohlendioxid

CO2

73.77

5500

Argon

Ar

48.63

8200

Neon

Ne

26.79

20000

Wasserstoff

H2

12.96

24000

Fluid

Formel

Krit. Druck

α0

 

 

Pc

α0,exp

bar

W/(m²K)

Helium

He

2.27

2000

© Springer Verlag Berlin Heidelberg 2013

Bewertung

Das Ende der Berechnung ist erreicht, wenn die erforderliche Fläche bzw. Rohrlänge ermittelt wurde. Mit der Flächenreserve, die das Verhältnis von ausgeführter zu erforderlicher Fläche ist, wird die ausgeführte Fläche und Rohrlänge berechnet (s. Beurteilung des Verdampfers über die Flächenreserve).

Die Berechnung lässt sich durch beliebige Veränderungen der entsprechenden Größen in eine gewünschte Richtung lenken. Die Qualität der Berechnung ist z.B. durch eine "Parameterstudie" festzulegen, die Aufschluss über das Verhalten des Verdampfers gegenüber Veränderungen der zugrundeliegenden Prozessparameter gibt.

Bewertung


Geometrische Daten

Wenn keine Standardabmessungen d.h. keine Vorgabegrößen für die rohr- und mantelseitigen Abmessungen getroffen wurden, müssen alle Geometrie-Daten eingegeben werden. Dazu steht Ihnen der dritte Werteblock in der Ein- und Ausgabemaske von VERD zur Verfügung.

Sind alle notwendigen Daten eingegeben, wird der Rohrspiegel selbstständig von VERD generiert.

>> Die Berechnung von Verdampfern mit 2 mantelseitigen Durchgängen (Längsleitblech) ist mit VERD nicht möglich.

 Geometrische Daten

Wärmeübertrager werden meist auf der Basis festliegender Standardgrößen ausgelegt. Das gilt u.a. für den Manteldurchmesser, die Rohrteilung und die Rohrabmessungen, die Ausführung des rohrseitigen Kopfes und Werte, die z. B. durch die TEMA-Norm festgelegt sind.

Dazu kommen noch rohr- und mantelseitige Geschwindigkeiten. Die mantelseitige Geschwindigkeit führt mit den Grenzwerten nach TEMA zur Festlegung des Segmentblech-Abstandes. Die Vorgabe dieser Werte im Menü "Grundeingaben" / "Grunddaten“ führt zu einer Apparateauslegung, die sich innerhalb eines Fertigungsstandards befindet.


Eingabe des Manteldurchmessers in der VERD-Maske

Standardmäßig greift VERD bei der Berechnung auf die Mäntel zurück, die in der Datenbank hinterlegt sind und die in der Form „Auswahl der Grunddaten“ ausgewählt werden können.

Soll nun in der VERD-Maske ein davon abweichender Mantel eingegeben werden, muss zuerst im Menü „GRUNDEINGABEN“ die Option „Standardwerte“ deaktiviert werden. Danach kann der Mantel­innendurchmesser eingegeben werden.

Rohrmaterial

Bei der Verdampfung im Mantelraum (Behältersieden) werden die Stoffdaten der Verdampferrohre (Wärme-leitfähigkeit, Dichte und spezifische Wärmekapazität) für die Berechnung des Wärmeübergangskoeffizienten benötigt.

Bei der Verdampfung in den Rohren (Strömungssieden) wird nur die Wärmeleitfähigkeit der Verdampferrohre benötigt.

Sie können auch auf der Ein- und Ausgabemaske von VERD das Material der Verdampferrohre wählen bzw. ändern, indem Sie das Eingabefeld „Rohrmaterial“ anklicken und aus der Auswahlbox das neue Rohrmaterial wählen.

Mit „Freie Eingabe“ werden die bereits auf der Maske stehenden Werte für die Wärmeleitfähigkeit, die Dichte und die spezifische Wärmekapazität gelöscht und müssen neu eingeben werden. (siehe auch Rohrmaterial)


Berechnung und Ergebnisse

Für die Berechnung des Wärmeübergangskoeffizienten bei der Verdampfung werden die Ansätze aus dem VDI-Wärmeatlas Kapitel H2 (Behältersieden gesättigter Flüssigkeiten) und H3.4 (Strömungssieden gesättigter Flüssigkeiten) verwendet.

Bei der Verdampfung in horizontalen Rohren wird der Verdampfer in 5 gleich große Inkremente unterteilt. Für jedes Inkrement werden die jeweilige Strömungsform und darüber der jeweilige Wärmeübergangskoeffizient ermittelt.

Ergebnisse

Die Druckverluste werden berechnet, wenn die Stutzendurchmesser am Eintritt und am Austritt eingegeben wurden.

>> Bei Verdampfung im Mantelraum wird kein mantelseitiger Druckverlust berechnet.


Kondensation beliebiger Reinstoffe

Mit dem Programm VERD kann die Kondensation eines beliebigen Reinstoffes berechnet werden.

Voraussetzung für die Berechnung des Kondensationsprozesses ist, dass der Dampf mit Sattdampftemperatur d.h. nicht überhitzt, in den Kondensator eintritt und das Kondensat mit der gleichen Temperatur d.h. nicht unterkühlt, wieder aus dem Kondensator austritt.

Wurde als Medium „Sattdampf Kondensation“, „NH3-Kondensation“ oder CO2-Kondensation“ gewählt, wird automatisch von einer Kondensation ausgegangen und es werden für die Berechnung des Wärmeübergangs die entsprechenden Kondensationsansätze gewählt. Als Eingabe wird entweder der Kondensationsdruck (PSatt) oder die Kondensationstemperatur (TSatt) benötigt. Die Stoffwerte für den Dampf und das Kondensat werden vom Programm ermittelt.

Soll ein beliebiger Reinstoff kondensiert werden, muss in der Form „Auswahl der Grunddaten“ für das zu kondensierende Medium „Freie Eingabe“ und zusätzlich für den Phasenzustand „Kondensation“ gewählt werden.

In der Form „Visual VERD“ oder in der VERD-Maske müssen sowohl der Kondensationsdruck (PSatt) als auch die Kondensationstemperatur (TSatt) eingegeben werden. Danach wechselt das Programm in das Modul SDAT. Geben Sie die Stoffdaten für das Kondensat (Siedende Flüssigkeit) im oberen Teil des Datenblattes und die Stoffdaten des Dampfes sowie die Verdampfungsenthalpie im unteren Teil ein. Noch vollständiger Dateneingabe wechselt das Programm wieder in die VERD-Maske zurück.

>> Bei Kondensation im Mantelraum wird der mantelseitige Druckverlust nicht berechnet.